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The World Is Still Here and So Are We stellt die Gretchenfrage: Wie Viel ist ein sehr gutes Future of the Christian Fitness-Album wert, wenn es unter dem Banner von Mclusky laufen muss? Mit einem halben Jahr Abstand lautet die überraschend befriedigende Antwort: relativ/ ziemlich viel!
Gewalt ist ein Fluch, aber manchmal auch die einzige Lösung: Mit Violence is a Curse stellt das irische Quartett Pariah eine vierzehnminütige Pestsäule für die heavy plättende Achse aus Sludge und Hardcore auf.
Seit 2014 sind Mclusky bereits wieder aktiv - wovon auch der Live-Mitschnitt Gateway Band Zeugnis ablieferte. Nun gibt es mit der „Doppel-A-Seite“ Unpopular Parts of a Pig und The Digger You Deep (nebst dazugehöriger Doppel-B-Seite) aber auch erstmals neues Material.
Den *-Zusatz haben Mclusky mittlerweile abgelegt, es wird zudem ernst mit einer Comeback-Studio-Platte unter der Ägide von Steve Albini. Die Startrampe dazu ist die famose Liveplatte Gateway Band.
Laientheater und Satire, jenseits der Christian Fitness-Perspektive und konventioneller Schemen: Andy Falkous zerrt Ian Brown nach Granny Killaz und Pig Pharma in We the Sheeple kurzerhand vor ein abstruses Gericht, Monty Python lässt grüßen.
Andy Falkous hat sich als Christian Fitness auf Ian Brown und dessen Weltsicht eingeschossen: Nach Granny Killaz folgt mit Pig Pharma die nächste Verneigung vor den Tweets des Stone Roses-Vorstandes mit beißendem Spott in der Parodie.
Womöglich war die Musik des Walisers noch nie mehr Projektionsfläche für zeitaktuelle Satire: Andy Falkous covert (oder eher: interpretiert) auf seiner Christian Fitness-Spielwiese Granny Killaz von Ian Brown... also - einen verschwurbelten Tweet des Stone Roses-Frontmannes.
Trotz zahlreicher weiterer Projekte steht Greg Anderson Synonym wie wenige andere für den Drone - Mitte der 90er hatte er beispielsweise mit Engine Kid seine eigene, bisher leicht zu übersehende Post Hardcore-Spielwiese mit eigenem Slint-Schrein.
Nur vier Alben haben 2019 in der Wertungsskala zumindest die 9-Punkte-Marke geknackt. Dass gleich drei davon von Solokünstlerinnen stammen ist durchaus symptomatisch: Gefühltermaßen war kein anderer Jahrgang dieser Dekade derart massiv von weiblich geprägten Veröffentlichungen dominiert - was sich nun natürlich auch in den Jahrescharts widerspiegelt. Letztendlich ist es aber freilich egal wer hinter den folgenden Alben steckt - jedes ist explizit empfehlenswert und essentiell für die Qualität der vergangenen 12 Monate.
Die fünfte Studioplatte im fünften Jahr zeigt den mittlerweile ja primär mit Mclusky-Reunionsshows beschäftigt zu sein scheinenden Andy Falkous in ungebrochener (Veröffentlichungs)Wut. Christian Fitness sind derweil mit You Are the Ambulance allerdings zu einem halbgaren Lust-und-Laune-Nebenprojekt geworden.










