Die Alben des Jahres 2019: 50 – 41

von am 3. Januar 2020 in Featured, Jahrescharts 2019

Die Alben des Jahres 2019: 50 – 41

Nur vier Alben haben 2019 in der Wertungsskala zumindest die 9-Punkte-Marke geknackt. Dass gleich drei davon von Solokünstlerinnen stammen ist durchaus symptomatisch: Gefühltermaßen war kein anderer Jahrgang dieser Dekade derart massiv von weiblich geprägten Veröffentlichungen dominiert – was sich nun natürlich auch in den Jahrescharts widerspiegelt. Letztendlich ist es aber freilich egal wer hinter den folgenden Alben steckt – jedes ist explizit empfehlenswert und essentiell für die Qualität der vergangenen 12 Monate.

Songs | HM | Kurzformate  | 50 – 41 | 40 – 31 | 30 – 21 | 20 – 11 | 10 – 01  |

Fences - Failure Sculptures50. Fences – Failure Sculptures

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Christopher Mainsfield mag mit all seinen Gesichtstattoos aussehen wie aus der Zeitgeist-Entourage von Post Malone oder irgendeinem Cloudrap-Rotz-Trend entsprungen. Doch das dritte Studioalbum seiner Quasi-Band klingt ebenso wenig nach diesen Assoziationen, wie das überraschende – und zugegebenermaßen kaum aufzuspürende – Feature von Cedric Bixler auf der Gästeliste auf die richtige Spur führen könnte, oder Fences zumindest den belanglosen Weg ihrer ersten beiden Alben fortsetzen würden.
Quasi aus dem Nichts kommend hat Mainsfield hier eher ein Werk aufgenommen, das wie eine untröstlich sanfte Liebesbeziehung von Death Cab for Cutie zum zarten Indie-Folk der ersten Lord Huron-Platte anmutet, die ein trauriges Ende nehmen musste und deswegen über Zeilen wie „Oh don’t you cry/ We’re only alone for one life“ in purer, unaufgeregter Melancholie badet – und dabei auch vor suhlendem Selbstmitleid nicht zurückschreckt.
Warum auch. Mainsfield gelang damit das Sommeralbum, das seine Konkurrenz in diesem Sektor – Shura, Barrie oder Lux Prima – um Nuancen abhängen konnte, indem Fences weniger auf individuelle Highlights setzten und dafür auf eine Homogenität und Geschlossenheit bauten, die gerade an lauen Abenden im Sonnenuntergang jedwede Gleichförmigkeit als wunderbaren Seelenbalsam zu inszenieren wusste. 

Mephistofeles - Satan Sex Ceremonies49. Mephistofeles – Satan Sex Ceremonies

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Mephistofeles sind primitiv. Von allen Retro-Stonern, in deren Artworks plakative Pornoreminiszenzen prangen, tun sie das bei den Argentiniern mit am glanzlosesten. Von allen angestaubten Riffgirlanden, die die New Wave of Electric Wizard Worshippers so Jahr um Jahr spannen, sind die von Mephistofeles wohl mit am nikotinverschmiertesten. Und inspirierter sind die Konsorten von Saint Karloff, (natürlich) Salem’s Pot, Dopethrone, ja, auch noch Devil’s Witches und wie sie alle heißen vielleicht auch noch.
Und doch liegt dieser Klang Puristen räudigen Okkult-Rocks so wohl am Ohr. Der Sound junger, nicht ausgelaugter Bands, denen der körperliche und kreative Verfall ihrer Vorbilder (noch) nicht anzuhören ist. Gut, Revolutionen werden die bärtigen, führerscheinlosen Biker-Läuche von heute keine mehr lostreten und die Magie, die Black Sabbath in vollem Saft ausgestrahlt haben, konnten wohl auch Electric Wizard zu ihrer Hochphase nicht vermitteln. Als Mitt-Dreißiger weiß man ehrliche, jugendliche Anbetung des Dunklen Herrn aber doch so sehr zu schätzen, dass es vielleicht nur zweitranging auf Originalität ankommt. Mephistofeles bedienen – zugegebenermaßen nicht zwangsläufig besser als live oder auf den beiden an dieser Stelle ignorierten Vorgängerwerken von, ähem, Satan Sex Ceremonies – anstandslos alles, was man in dieser Art von Musik zu suchen meint. Nicht mehr, aber eben auch nicht weniger.

Weeping Sores - False Confessions48. Weeping Sores – False Confession

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Diese schmerzenden Wunden weinen Grandezza. Dass das die perfekt aufeinander eingespielten Pyrrhon-Blutsbrüder Doug Moore und Steve Schwegler sich für Weeping Sores mit Gina Eygenhuysen eine (durch ihre Arbeit für Hell und Tchornobog) verdiente Violinistin in das Bandgefüge geholt haben ist nämlich keineswegs ein ausschmückendes Gimmick. Das elegische Streicherinstrument ist elementarer Bestandteil des Sound-Charakters und dient nicht selten sogar als regelrechter Ariadne-Faden im labyrinthischen Songwriting des bisweilen erstickend dicht gestrickten und technisch hochkomplexen Death-Doom. Jedes Element und Instrument steht im ständigen Austausch miteinander, jede Wendung wächst im Husarenritt des konterkarierenden Wechselspiels einer Kommunikation der melancholischen Heavyness, in der Gitarre und Violine gleichzeitig erbitterte Feinde und verschworenes Liebespaar sind.
Eine Entwicklung, die nicht von ungefähr kommt und die Früchte eines überlegten Reifeprozesses trägt. Weeping Sores sind seit der selbstbetitelten Debüt-EP vom Moore-Soloprojekt mit Erfüllungsgehilfen eben ohne personelle Wechsel zur vollwertigen Band verschmolzen, die der kreativen Schirmherrschaft ihres Masterminds fokussiert folgt, das Vertrauen in all seine Träger aufwiegt. Selten war das detaillierte Drumsspiel von Schwegler instinktiver, groovender, vielseitiger; bei keinem anderen Projekt hat Eygenhuysen den Dienst an der Sache so sehr auch als egozentrische Spielwiese mit eigenen Forderungen ausgelegt. False Confession blüht unter diesen neuen Freiheiten der Individualität seiner Urheber förmlich auf, behält dabei aber das übergeordnete Ganze stets im Auge. Nun muß das Trio nur noch auch im Leben abseits des Studios zueinanderfinden.

The National - I Am Easy to Find47. The National – I Am Easy to Find

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The National befinden sich als Band an einem markanten Punkt. Nach acht Alben und zwei Jahrzehnten haben sich bestimmte Markenzeichen in ihrem Schaffen eingebrannt, man meint zu wissen, was unter dem Banner „The National“ zu erwarten ist, und doch scheinen sie mit jedem Werk weniger unmittelbar, esoterischer und schwieriger zu verorten (hö hö) zu werden.
I Am Easy to Find ist die Zwischenrechnung von The National – die Analyse und die Zerlegung dessen, was ihre von Angst und Melancholie einer schwerelosen Generation geprägten Hymnen ausmacht. Ein Zeugnis der Hartnäckigkeit und Tatkraft der Band. Und: Nie zuvor haben die The National der femininen Sicht soviel Präsenz und Gewicht in ihrer doch sehr maskulinen Musik gegeben wie bisher. In beinahe jedem Track wird Matt Berninger von Sängerinnen begleitet (und manchmal zum Schweigen gebracht), die einspringen, um Perspektive, Kommentar und Dissens darzubieten. Oft unerwartet, immer kraftvoll.
Wenn man nicht das Spektakel sucht, sondern eine zeitlose, tröstend-traurige Wohlfühlplatte, in die man ohne Hast eintauchen kann, dann nehmen The National auch nach all den Jahren mit einer vorsichtig erweiterten Klangfarbenpalette immer noch über eine vertraute Wärme und Geborgenheit in die Arme, die ihresgleichen sucht.

Schammasch - Hearts of No Light46. Schammasch – Hearts of No Light

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Natürlich sind die Schweizer mit ihrem vierten Studioalbum auch zu neuen Ufern aufgebrochen, wenn sich der ohnedies niemals um unorthodoxe Assimilationen verlegene Black Metal von Schammasch auf Hearts of No Light vom Avantgarde, Post Metal und rituellen Ambient nun sogar bis hin zum Goth und gar postpunkigen New Wave orientieren wollte, die stilistischen Bruchstellen mit einem Möbiusband samt Palindromsiegel nahtlos verschweißend. Damit hat ein ambitioniertes Ungetüm von einer Platte zwar vielleicht nicht gänzlich die nach Triangle gewachsenen Erwartungshaltungen stemmen können – das aber eben auch gar nicht notwendigerweise anstrebt. Die Perspektiven sind längst grenzenlos, die Ambitionen von einem abgründigen Händchen für Ästhetik, Dramatik und atmosphärische Spannungsbögen gefesselt.
Offensichtlich sind Schammasch vor diesem Ausgangspunkt aber mehr noch auch an einem internen Scheideweg in ihrer ständig fordernden Karriere angekommen – Gitarrist A.T. hat die Band wenige Tage vor dem Jahreswechsel verlassen und wird vorerst durch eine wechselnde Riege an Auftragsmusikern ersetzt werden. Eine Entwicklung, die durchaus überrascht – immerhin kommt Hearts of No Light trotz seiner immensen Bandbreite doch so sehr aus einer in sich selbst ruhenden Mitte, wirkt so ohne Zweifel geschlossen. Wobei man bei Schammasch doch ohnedies gelernt haben sollte mit allem und nichts zu rechnen.

Tropical Fuck Storm - Braindrops45. Tropical Fuck Storm – Braindrops

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Tropical Fuck Storm können durhaus als Tor zum Noise Rock berachtet werden. Durch giftige Gateway-Hits wie Who’s My Eugene oder die Überreste von Abba nach einem Autounfall verliert man sich schneller in Braindrops, als man das für möglich halten würde. Die Musik von Tropical Fuck Storm ist überaus humorvoll, und Gareth Liddiard schnürt seine Verse mit nadelscharf-sardonischem Witz. Sie ist brutal ehrlich und man hat ständig das Gefühl, einem Augenzeugen der Hölle zuzuhören – der mit einem Lächeln, einem kalten Bier im Anschag und einer gehörigen Portion Zynismus darüber erzählt.
Und Braindrops ist keineswegs einfach zu hören: Aus der verzerrten Instrumentierung brechen kakofonisch Geräusche hervor, die Songs lösen sich um einem Sog aus Lärm und Tempo auf, die Produktion, der Mix und das Mastering zeugen vom Veröffentlichungstakkato von TFS. Die Texte laden dazu ein, ohne Theatralik oder Selbsttäuschung zu reflektieren, wie beschissen wir alle sind: Rot vor Wut und voller hässlicher Wahrheiten über die Art und Weise, wie wir unser Leben leben. Und Braindrops ist ein Album voller Herz, Bescheidenheit und Menschlichkeit.
Nun ersetze man alle mit TFS in Zusammenhang stehenden Begriffe in diesem Text durch Äquivalente aus dem mclusky-Kosmos, und man kann vielleicht nachvollziehen, wie Braindrops an diese Stelle der Liste gelangt ist. Wo Andy Falkous den Evolutionszug nach drei Alben mit seiner Flaggschiff-Band nicht nehmen wollte und mit den folgenden Projekten verpasst hat, mutet die australische Suergroup wie eine „What if“-Version der Waliser Chefmisantrophen an. Nihilismus als wohlschmeckender Betäubungsmittel-Cocktail, bevor über die Klippe geschlafwandelt wird.

45. Tomb Mold – Planetary Clairvoyance

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Sicher gab es Death Metal (im weitesten Sinne) in jüngerer Verganhenheit sowohl dreckiger, spannender oder herausfordernder. Das dritte Studioalbum von Tomb Mold in ebenso vielen Jahren ist genau genommen sogar die wohl sicherste Konsenswahl, die dieses Genre zuletzt – seit wahrscheinlich genau genommen sogar seinem direkten Vorgänger Manor of Infinite Forms – anzubieten hatte. Dass sich aber offenbar jeder auf Planetary Clairvoyance einigen kann hat dann auch einen guten Grund: Die Kanadier Tom Mold revitalisieren die Wurzeln des Death einfach wirklich soviel traditionsbewusster und hungriger als alle anderen, assoziieren ebenso mühelos die großen (skandinavischen) Klassiker, wie sie mit scheinbar unerschöpflicher Energie nach vorne brettern und eine Output-Rate vorgeben, die ebenso schwindlig wie ausfallfrei entlässt.
Die Dringlichkeit ist dabei immanent, man kann sich ihr aus gutem Grund nicht entziehen, wie die Band zu Protokoll gibt: “I treat the band like we’re on borrowed time. There’s no guarantee we can keep doing this for years: we wanna crank out as much cool shit as possible before the wheels come off.“ Das Quartett zieht deswegen auch die Stellschrauben jedes Mal enger, agiert ambitionierter als bisher bereits, streut gar die Ansätze progressiver Ausbrüche ein und unterfüttert den Mahlstrom aus packenden Riffs mit einer neuen Komplexität und Akustik-Finten. „As we’re progressing, we really want to wrap our heads around stepping in a more complex territory and boosting our technicality“ erklärt Co-Bandkopf Klebanoff. “I don’t wanna say that the final product is better if it’s more technical, but we’re just in our weird zone where we’re just playing as hard as we can, let’s keep pushing and pushing until we hit whatever the endgame is in this progression.“ Momentan arbeiten Tomb Mold mit dieser Herangehensweise jedoch eher daran, als zugänglicher Darling der ultimative und allseits beliebte Endgegner für jedwede Szenekollegen zu werden.

State Faults - Clairvoyant43. State Faults – Clairvoyant

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Erst ging es für die als Brother Bear gestartete Band aus Kalifornien nach ihrer Umbenennung zu State Faults am Anfang dieses Jahrzehnts kaum schnell genug, nur um seit dem Zweitwerk Resonate / Desperate (neben einer knackigen Ep 2015) satte sechs Jahre verstreichen zu lassen. Warum dem so sein musste, damit hält Clairvoyant nun allerdings auch kaum hinterm Berg: Der von Kollegen wie Loma Prieta geschulte Screamo von State Faults ist während der vermeintlichen Pause drastisch gewachsen und breitet seine dringliche Verzweiflung nun bis in den ambient träumenden Postrock und räudig zupackenden Hardcore aus.
Die so freigesetzte Energie zündelt über einem Wechselbad der Gefühle, mal tröstend sanft und einnehmend ätherisch, dann wieder manisch angepeitscht seine inneren Dämonen hinausschreiend. Formvollendet ist das zwar alleine deswegen nicht, weil hinten raus ein paar Nahtstellen aufgehen und der Funke Genie nicht erzwungen werden kann. State Faults malträtieren hier aber eine Übergangsplatte, attackieren die melodiösen Texturen trotz aller rohen Ecken so klar, dass der Zugang selbst für Betriebsfremde erstaunlich leicht fällt. Die Schönheit, in die sich die Katharsis hier immer wieder verliert, ist ebenso ganzheitlich, wie die das Ruder unberechenbar umherreißende Dynamik durch eine bis in den Blackgaze stierende Tragfähigkeit absolut zur gewinnenden Gateway-Platte taugt: Mit Alben wie diesem finden selbst vermeintliche Genre-Muffel einen dankbaren, keineswegs mystisch verklärt für Weitsicht sorgenden Einstiegspunkt in den zuletzt florierenden Mikrokosmos des Screamo.

Profetus - The Sadness of Time Passing42. Profetus – The Sadness of Time Passing

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Wo die klassischen Doom-Highlights 2019 rar gesät waren, hatte die Funeral-Subsparte einiges an Höhepunkten zu bieten: Old Roots, Dunwich, Résignés, The Omnipresence of Loss, VI – Dantalion, À Tout Jamais und zahlreiche weitere. Da war jedenfalls sowohl eine beachtliche Dichte an Newcomern, wie es gerade auch arrivierte Veteranen waren, die Eindruck hinterließen.
Am schönsten ist insofern vielleicht die Geschichte der Finnen Profetus, die mit The Sadness of Time Passing aus dem Nichts aufzutauchen schienen, in Wirklichkeit aber über ihr viertes Studioalbum einfach nur neue Sphären erklommen und den Status des Geheimtipps endlich und endgültig hinter sich ließen. Dabei haben sie das Rad mit einem majestätischen Klassizismus freilich nicht neu erfunden, indem sie mit gutturalen Growls, tektonischen Riffs, am Stillstand malmendem Rhythmen und vor allem der allgegenwärtigen Kirchenorgel tief in der Schuld von stilprägenden Vorbilder wie Scepticism stehen.
Was The Sadness of Time Passing aber nunmehr unmittelbar aus dem Epigonentum und direkt in die Herzen der breiten Genre-Fanschaft hebt, ist eine schier plättende Gabe, bekannte Zutaten zu einer solch andächtigen Atmosphäre zu bannen, die mit jeder Essenz des Körpers gefangen nimmt, wenn sich Profetus immer wieder mit sakraler Größe in eine erhebende Schönheit legt. Mehr noch: Wahrscheinlich gab es auf diesem Sektor des Metal in diesem Jahr wohl sogar kein anderes Album, das eine derart ansatzlos imaginative Tiefenwirkung entfalten konnte wie The Sadness of Time Passing, und dabei trotz aller in sich geschlossener Stilistiken durch nuanciert eingeflochtene Elemente (wie angedeuteten Klargesang, rezitierende Verse, akustische Versatzstücke oder weibliche Harmonien) über so viele aus der Gleichförmigkeit auftauchenden Akzente kurzweilig fesselte. Diese vom überdurchschnittlichen-Entlein-zum-überwältigenden-Schwan-Entwicklung von Profetus begründet keine Kathedrale von einem Funeral Doom-Album, sondern gleich einen kleinen Kosmos.

An Isolated Mind - I'm Losing Myself41. An Isolated Mind – I’m Losing Myself

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Viel gäbe es wohl zu lamentieren über die irritierend einnehmende Faszination, die die schonungslose Selbstreflektionsplattform An Isolated Mind beim Rezipienten erzeugt. Dabei ist es trotz allem weitaus interessanter zu hören, was der einst mit absurden Konzeptalben aufgefallene Kameron Bogges selbst zu erklären hat: „I think releasing I’m Losing Myself under the Four Hoove Death Pig name would have been pretty jarring. An Isolated Mind was a way to set a clean slate and serious mood; a move towards sincerity and away from the nihilistic irony of banana bread-themed metal operas. (…) I didn’t go into the album with the idea of making a social commentary on mental health or anything, I was just trying to tell a story that I couldn’t put into words. The mental illness parts are difficult to talk about because it hardly makes sense to use certain terms anymore.“
Und weiter: What was going through my mind for the album was how to express a seeming paradox without reducing the experience to either “An Isolated Mind: I’m Fucking Crazy” or “An Isolated Mind: I’m Fucking Woke“. That meant being as vulnerable as possible without letting my ego edit out the uncomfortable parts. (…) There’s a lot of subtleties that get lost trying to please the genre. Expressing the struggle with honesty means challenging how nuanced and open metal can be, otherwise we’re just iterating the same clichés, perpetuating the same stereotypes. Entire genres like DSBM, in their quest to sound as DSBM as possible, lose subtlety to their own purity –the formula is set, it has its audience, and it is another form of entertainment that tends to be about as nuanced toward mental health as a horror movie. Where is the humanity? Where is the depth? I don’t say this to be elitist, I say it because I want to be able to relate to another human through art without having to peel through layers of metal tropes. If no one is willing to take chances and be vulnerable, then we will continue to feel alone with the emotions that metal chooses to repress.“ All diesen Intentionen folgend ist I’m Losing Myself ein einzigartiges Erlebnis von therapeutischer Gravitation.

Songs | HM | Kurzformate  | 50 – 41 | 40 – 31 | 30 – 21 | 20 – 11 | 10 – 01  |

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