Album
Michelle Chongmi Zauner alias Japanese Breakfast geht endlich der Knopf auf: Jubilee beginnt mit dem besten Song, den Beirut so nie geschrieben haben, und endet mit einer über sich selbst hinauswachsenden Sternstunde.
Nach einer Stafette an wirklich vielversprechenden Singles und EPs in den vergangenen Jahren ist If I Could Make It Go Quiet, das Debütalbum von Girl in Red, leider nur ein solide gemachtes, simpel gestricktes und mit frustrierend überschaubarer Halbwertszeit ausgestattetes Sammelsurium an elektronischen Indie-Bedroom-Pop-Bagatellen geworden.
Spoken Word, Neo Soul und Jazz in Freeform, irgendwo zwischen Gil Scott-Heron, King Krule und D'Angelo: Nick Hakim und Roy Nathanson verarbeiten auf Small Things Gedichte zu formoffenen Songs.
Wenn es einer Metal Spielart nicht an modernen Vertretern mangelt, dann dem seit Jahren in Mode gekommenen Death im weiterleitenden Spannungsfeld aus Tech-, Doom und Dissonant-Sprengmienen. Acausal Intrusion fühlen sich mit Nulitas als weiterer Tropfen in diesem überquellenden Fass wohl.
Kein Comeback, sondern ein ziemlich radikal-konsequenter Reboot: Genghis Tron sind auf Dream Weapon nicht mehr die selbe Band, wie auf dem Vorgängeralbum Board Up the House im Jahr 2008.
Zum Einstieg in Fat Pop (Volume 1), dem mittlerweile sechzehnten Soloalbum von Paul Weller, gilt es, einen kurzen Schreckmoment zu überwinden - aber gut, diesbezüglich hat ja bereits der erst elf Monate alte Vorgänger On Sunset abgehärtet.
Souveränster Rock'n'Roll der Marke "Aus den Augen, aus dem Sinn" - doch das Momentum ist routiniert auf ihrer Seite: Wirklich etwas falsch machen The Datsuns auch auf Eye to Eye nicht nicht.
Fiddlehead, die Supergroup um die Have Heart- und Basement-Achse, macht auf ihrem zweiten Studioalbum Between The Richness alles mindestens ebenso gut, wie auf ihrem Debüt Springtime and Blind vor drei Jahren.
Sollten Sheryl Crow, The Decemberists oder Aimee Mann in Bälde wieder einen Support Act brauchen, steht Vanessa Peters mit dem schmissigen, aber auch immer ein bisschen zu egalen Poprock von Modern Age parat.
Impure Wilhelmina sind der Größe ihres bisher stärksten Albums zwar nicht in jedem Aspekt gewachsen, zementieren aber die Erkenntnis, dass sie spätestens jetzt, mit Antidote, die besseren Katatonia sind.










