Album
Der zweite Teil einer mit After Hours begonnenen Trilogie will mehr sein als die Summe seiner Teile: The Weeknd bleibt für Dawn FM soundtechnisch der 80er-Nostalgie treu, setzt den Fokus ansonsten aber neu.
Electroakutischer Drone im minimalistischen Dark Ambient mit mikrotonal-klassizistischen Nuancen: Kali Malone hat mit Living Torch ihr bisher wirkungsintensivstes und auch kraftvollstes Album aufgenommen.
Im ständigen Auf-und-Ab des Machine Head’schen Qualitäts-Niveaus gehören Niederlagen ebenso zur Geschichte von RØb Flynns Band wie überraschende Comeback-Triumphe. An sich gute Vorzeichen für ØF KINGDØM AND CRØWN.
Der Hype, den Sgah'gahsowah alias Blackbraid mit den beiden (freilich auf Blackbraid I vertretenen) Vorab-Singles The River of Time Flows Through Me und Barefoot Ghost Dance on Blood Soaked Soil kultiviert hat, begleitet nun auch das Debütalbum des Ein-Mann-Black Metal-Projektes.
Kammermusikalischer Avantgarde Prog-Black Metal als brodelnder Speakers Corner: Ashenspire destillieren fünf Jahre nach Speak Not of the Laudanum Quandary auf ihrem Zweitwerk Hostile Architecture das erstaunliche Potential, das ihr eigenwilliger Stil-Chimäre provoziert.
Best of the Worst: Muse rekrutieren auf Will of The People nahe der Selbstpersiflage für den Kampf des kleinen Mannes gegen die Obrigkeit - mit Songs, die klingen, als wären sie für knallbunte Space-Kitsch-Kriege geschrieben worden.
Conan drehen vier Jahre nach dem seine Stärken erst hinterrücks zeigenden Existential Void Guardian mit einem Bein in der Vergangenheit sowie dem nach vorne gerichteten Blick für Evidence of Immortality noch einmal an Unmittelbarkeit auf, und rechtfertigen selbst entlang überschaubarer Entwicklungschritte ihr bisher längstes Album.
Kammermusikalisch reduzierter, formoffener Ambient-Pop im Darkwave-Zwielicht: Culk-Frontfrau Sophie Löw ist Sophia Blenda - und ihr Solodebüt Die Neue Heiterkeit ein am Piano erdachtes Stück melancholischer Poesie, ziemlich wahrhaftig.
Christmas came early? Damián Antón Ojeda hat, während Sadness verdientermaßen immer mehr Aufmerksamkeit bekommt, nicht nur die Zeit für ein Sprachturtorial zu Trhä gefunden, sondern auch dafür, den Atmospheric Black Metal dieser Plattform mit mã Héshiva õn dahh Khata trhândlha vand ëfd datnen Aghen Ecíës drhãtdlhan savdzu endgültig öffnen - so obskur wie brillant.
Hip Hop im High Score-Level, ganz ohne Cheat Codes: Rap-Instanz Black Thought lässt sich vom kongenialen Erfolgsgarant Danger Mouse, der hier gewissermaßen zu seinen Wurzeln zurückkehrt, ein zeitloses Album auf den Leib schneidern.










