EP
Dass die ehemaligen Dauerspaßvögel von Blink-182 auch erwachsenere Songs schreiben können weiß man spätestens seit dem selbstbetitelten 2003er Werk. Dass sie ihr Gespür für infektiöse Poppunk-Ohrwürmer auch in der achtjährigen Pause danach beibehalten hat, zeigte dann das gelungene Comebackalbum 'Neighborhoods'. Genau dort versuchen die Kalifornier nun mit 'Dogs Eating Dogs' noch einen drauf zu setzen.
Konnte man sich früher gefühltermaßen kaum vor Veröffentlichungen der umtriebigen Blacklisted verstecken, sammelt 'So, You Are A Magician?' tatsächlich die ersten neuen Songs seit über zwei Jahren - gerade einmal drei Stück. Darauf knüpft George Hirsch nicht an alte Geniestreiche an, untermauert aber seine Vormachtstellung als scheuklappenbefreitester Weirdo der aktuellen Hardcore-Szene.
Ein stimmungsvolles Schmakerl, dass der ehemalige Screaming Trees-Frontmann Mark Lanegan da zum Jahresausklang auf Tour mitbringt. Dazu die Gewissheit, dass selbst der alte Grantler offenbar Weihnachten feiert.
'Rock is Dead' skandierten Tenacious D unlängst auf ihrem dritten Studioalbum 'Rize of the Fenix'. Rechtzeitig zum Black Friday Record Store Day machen sie nun auch Nägel mit Köpfen und bringen mit 'Jazz' die logische (?) Konsequent daraus als Schlußfolgerung. Ganz schlau muss man aus dem knapp zwölf minütigem Song jedoch nicht werden.
Falls nach der ersten EP noch Irritationen geherrscht haben sollten ob Mike Vennart und Richard "Gambler" Ingram tatsächlich den Schnitt zu ihrer überragenden Vorgängerband wagen würden, merzt das zweite Kurzformat 'Dyed in the Wool Ghost' diese Fragen nun über 23 Minuten hinweg aus.
Kate Nash hat vermutlich schon recht: irgendjemand sollte das Erbe des ersten Yeah Yeah Yeahs-Albums verwalten oder zumindest in die Fußstapfen von Be Your Own Pet treten. Trotz biestiger Attitüde als Ausblick auf ihr Drittwerk 'Girl Talk' sollte das allerdings doch jemand anderes sein.
Allerhand Neuigkeiten gibt es aus dem Hause Reznor. Am konkretesten: die lange angekündigte zweite EP seines aktuell zur Hauptband erhobenen Nebenprojekts. Auf 'An Omen' verabsäumen How to Destroy Angels dabei abermals, sich tatsächlich vom alles überscheinenden Mutterschiff Nine Inch Nails abzudocken.
Der von Brian Molko angekündigte Überraschungsmoment findet auf der Interims-EP 'B3' nicht statt, dafür aber - was letztendlich vielleicht sogar noch besser ist - die Leistungssteigerung zum mediokren 'Battle for the Sun'.
"This split album is a juxtaposition of styles from the same mindset. One story told two ways." Das lange vorbereitete Gipfeltreffen zwischen Englands übersehendstem Singer-Songwriter und Japans Königen zwischen allem, was von Doom über Drone bis 'Heavy Rock' möglich ist, ist beinahe der erwartete Geniestreich geworden.
Other Lives finden den nachdrücklich fließenden Beat unter ihren zauberhaften Popsongs ohne deswegen plump auf Tanzbarkeit zu pochen - und gehen damit auf ihre Weise den Radiohead-Weg. Da passt es nur zu genau, dass Thom Yorke's Supergroup Atoms for Peace gleich auch einen Remix beigesteuert hat.










