Reviews
Klangen sie bisher vor allem immer so, als würden sie sich und ihren technischen Death Metal selbst zerfleischen, vertilgen und verdauen Pyrrhon auf Abscess Time nun auch dezidiert ihr Umfeld.
Die Wartezeit auf eine Fortsetzung der Pandemie-Cover-Reihe hat diesmal nicht nur länger gedauert als bisher, Spotlights recykeln mit Absenter genau genommen sogar „nur“ eine Nummer aus dem Archiv. Egal - das Ergebnis gibt ihnen Recht!
Unaufgeregter Indie-Folkrock, bescheiden bleibend, aber mit Klasse in der Komfortzone: Nur wenige Monate nach einem grandiosen Live-Mitschnitt verneigt sich Father John Misty auf Anthem + 3 vor Leonard Cohen, Link Wray und Cat Stevens / Yusuf.
Mag der (sozialpolitische und charitative) Zweck auch die Mittel rechtfertigen, muß man schon ehrlich festhalten: Die Demos zu ihren drei bisherigen Singles brauchen wohl nur die darbendsten Boygenius-Fans.
Quasi eine Charity-EP in eigener Venue-Sache, unterstützt von dem kanadischen Rabauken-Trio, "one of the greatest fucking bands on the planet": „Four huge highlights from the magnificent METZ show, recorded live at Ramsgate Music Hall on May 3rd 2018.“
Heavy Metal im Fantasy-Modus: Trivium-Frontmann Matt Heafy startet eine Reihe an Solo-Song-Veröffentlichungen mit einer ausformulierten Studioaufnahme von Toss A Coin To Your Witcher.
Im Leben von Hunter Hunt-Hendrix hat sich zuletzt einiges verändert - und auch Liturgy arbeiten konsequent daran, mittels Antigone im Windschatten der jüngsten Studioplatte H.A.Q.Q. in die Zukunft des Bandprojektes zu blicken.
Daher Sumac-Alben ja gerne auch wie verdammt gut destillierte Rechtfertigungen anmuten, um das Material auf der Bühne noch wuchernder wachsen zu lassen, ist ein mutmaßlich willkürlich zum Bandcamp-Friday hinausgeschossenes Livealbum wie St Vitus 09/07/2018 freilich eine feine Idee.
Nur LINGUA IGNOTA hat derart zuverlässig zu jedem Bandcamp-Friday neues Material im Angebot, wie Marissa Nadler. Diesmal liefert dies dem geneigten Fan die EP Moons - welche sich dann sogar doch auch einmal endlich ein wenig von der angestammten Komfortzone der Chanteuse aus Boston entfernt.
Man hatte mit Scott Walkers nachgereichten Gegenstück zu Jolene oder der in Aussicht gestellten Neueinspielung von LET THE EVIL OF HIS OWN LIPS COVER HIM spekuliert, geworden ist es letztendlich weder, noch - sondern mit Failed Forest // Golden Grid ein Blick so weit zurück, als Kristin Hayter eigentlich noch gar nicht LINGUA IGNOTA war.










