Reviews
Ähnlich unerwartet wie die Single God of Love kommt nun auch das dazugehörige vierte Liturgy-Album H.A.Q.Q. aus dem Hinterhalt, erwischt aber nicht derart auf dem falschen Fuß, wie das ohne Vorbote der Fall gewesen wäre.
Drei Jahre nach dem Tod Leonard Cohens überrascht es durchaus, eine illustre Gästeliste um Daniel Lanois, Matt Chamberlain, Beck, Jennifer Warnes, Damien Rice, David Campbell oder Leslie Feist für die posthume Ehrenrunde Thanks For the Dance versammelt zu wissen.
Zwar haben Coldplay zwischen dem Ausfällen Mylo Xyloto und vor allem dem Offenbahrungseid A Head Full of Dreams mittels Ghost Stories (und auch danach mit der Kaleidoscope EP) durchaus gezeigt, dass man sie nicht vollends abschreiben sollte. Mit einer derart gelungenen Comeback wie Everyday Life konnte man nach der längsten Albumpause in der Karriere der Briten allerdings nicht rechnen.
Beck Hanson führt mal wieder auf die falsche Fährte: Weder die Produzentenwahl noch das flippige Albumcover wirken sich auf Hyperspace dergestalt aus, wie man es (auch nach den Paisley Park Sessions) erwartet.
Vielleicht hat es einen dezent befremdlichen Beigeschmack, dass ausgerechnet die Punkrock-Liebkinder aus Bristol ihren Erfolg derzeit so ungeniert melken. Gleichzeitig lässt A Beautiful Thing: IDLES Live at Le Bataclan dann aber auch ziemlich hemmungslos in Euphorie verfallen.
Wieviel Spaß darf progressiver Tech-Death eigentlich machen? Xoth halten sich diesbezüglich an keine Vorgaben und liefern mit Interdimensional Invocations die wohl irrwitzigsten Sci-Fi-Gitarenabfahrten im Metal seit dem Vektor-Meisterstück Terminal Redux.
Das feine Doppel aus FTA und Far, Far Away ist eine nette Erinnerung daran, dass der soulige Indie Folk von Whitney auch über das unter Wert verkaufte, feine zweite Studioalbum Forever Turned Around hinausgehend - wenn schon nicht sonderlich spannend, dann doch - absolut geschmeidig funktionieren kann.
Drei Jahre nach ihrem Debütalbum Hero (2016) kehren Bölzer mit Lese Majesty zu dem Format zurück, das ihren Ruf über die triumphalen EPs Roman Acupuncture, Aura und Soma begründet hat, legen aber vor allem auch ihr inneres Mastodon frei.
Sunn O))) sprechen im Rahmen ihrer neunten Studioplatte von einem „sister album" oder „fraternal twin“ für das erst vor annähernd einem halben Jahr veröffentlichte Life Metal, meinen mit Pyroclasts aber im Grunde eher einen nachgeborenen Mutterkuchen.










