Reviews
Auch ohne diesmal derartig überwältigende Instant-Killertracks wie Call Me Maybe oder Higher parat zu haben, kann einfach kaum jemand sonst an sich generischen Platsikpop so entwaffnend gut wie Carly Rae Jepsen. Nachzuhören auch auf ihrem vierten Studioalbum Dedicated.
Stephen McBean hat endlich den Führerschein gemacht. Die personell umbesetzten Black Mountain treten auf Destroyer deswegen demonstrativ cruisend auf das Gaspedal der Heavyness, lassen dabei aber die Raffinesse, Tiegfründigkeit und Vielseitigkeit vergangener Tage zurück.
Rammstein machen viel richtig, in dem sie wenig anders machen: Kein Fan wird sich auf der anstehenden Stadiontour darüber beschweren müssen, wenn die brachialen Deutschen neues Material aus ihrem selbstbetitelten Comebackalbum in die Setlist schmuggeln.
Joanthology lehrt: Nach knapp 15 Jahren Solokarriere ist die Zeit reif für einen ersten umfassenden Rückblick über das bisherige Schaffen der Joan Wasser als Police Woman. Inklusive einer wunderbaren BBC-Session.
Ursprünglich 2018 nur in einer zweiteiligen Tranche von Tartarus Records und Crown and Throne Ltd. auf Kassette sowie digital veröffentlicht, legt das Niederländische Label den Album-Appendix Steel Casket nun auf limitiert gepresstem Vinyl noch einmal auf.
Hot Water Music finden pünktlich zum 25 Jährigen Jubiläum zurück in die Spur. Über weite Strecken wird sich Shake Up the Shadows sogar als eine der stärksten (weil: nachhaltigsten) Veröffentlichung der Band seit ihrem Comeback erweisen.
New Orleans kann auch Ethereal Dark Wave und klassisch geprägten Pop: Das selbstbetitelte Silver Godling-Debüt bringt Steinway-Pianokünste und spartanisch programmierte Elektronik zusammen.
Ist Full Upon Her Burning Lips standardisiertes Malen-nach-Zahlen oder pur destillierte, pragmatische Earth-Essenz? Es braucht ein wenig Abstand, um guten Gewissens behaupten zu können: Zweiteres, doch!
Endlich rücken mit California Son wieder musikalische Neuigkeiten in das von negative Schlagzeilen dominierte Blickfeld des Steven Patrick Morrissey: Der zumindest streitbare Querulant hat hinter einem geschmacklosen Cover zwölf durchaus geschmackvoll eingenommene Fremdinterpretationen versammelt.
Als Soundtrack zur äußerst gelungenem Showtime-Dokumentation Of Mics and Men serviert der Wu-Tang Clan leider nur eine kompakte EP - die sich dann auch noch als kleine Mogepackung erweist.










