Das Jahr in Platten mit: The Tidal Sleep

von am 5. Dezember 2014 in Adventskalender 2014, Featured

Das Jahr in Platten mit: The Tidal Sleep

The Tidal Sleep haben ihre Aufgaben zwar vor allem bei zeitgenössischen US-Hardcore gemacht, mit ‚Vorstellungskraft‚ aber dennoch vieles davon bereits vorweggenommen, was auch ‚Keep You‚ erst Monate später in ähnlichem Maße erreichen sollte – ohne dabei aber derart radikal mit der eigenen Vergangenheit brechen zu müssen. Auf ihrem zweiten Album rundet das Mannheim/Karlsruhe/Leipzig/München/Berlin-Quintett seinen schwindelfreien Seiltanz zwischen emotionaler Hardcore-Dringlichkeit und erhaben-melodischer Postrock-Schönheit stattdessen so eindrucksvoll wie intensiv ab. Und sehr wahrscheinlich hat es sich nicht so zugetragen, aber die Vorstellung gefällt: Pianos Become the Teeth haben die 36 Minuten dieser Platte gehört und realisiert, dass sie dringend etwas in ihrer bisherigen Gangart ändern müssen – denn makelloser  konnte hiernach eigentlich zwangsläufig keine andere Hardcoreband im Jahr 2014 elegische Schönheit mit kompromissloser Härte verschmelzen.

Matthias:
Anfänglich dachte ich – Alben des Jahres 2014, eine unlösbare Aufgabe. Je mehr ich mich aber damit beschäftigt habe, ist mir aufgefallen, dass dieses Jahr doch einiges Gutes mit sich brachte. Aber seht selbst hier …

Elbow – ‚The Take Off and Landing of Everything
Die Herren liefern – wie nicht anders erwartet – ein Feuerwerk ab. Da passt einfach alles. Hot Rotation 2014.
Pianos Become The TeethKeep You
Wenn sich Bands „neu erfinden“, ist das ja immer so eine Sache. Aber hier hat es auf jeden Fall sehr gut funktioniert. Dieses Album entwickelt sich mit jedem Anhören. Alles noch viel intensiver als die Vorgänger. Wahnsinnig intensiv. Die angenehmste Überraschung 2014.
[http://www.muzu.tv/pianos-become-the-teeth/repine-performance-music-video/2323862/]

Ryan Adams – ‚Ryan Adams
Eine sehr angehme Sache, wenn ein Künstler, den man die letzten Jahre aus den Augen verloren hatte, ein derart gutes Album hinlegt und man selbst mehr oder weniger zufällig drüberstolpert. Wiederentdeckung 2014.
Goodtime Boys – ‚Rain
Super Typen, super Platte, super 2014.
Tycho – ‚Awake
Wer auf instrumentale Musik steht kommt hier nicht daran vorbei. Bin gespannt, die Herrschaften mal live zu sehen – irgendwann. Einfach nur schön 2014.

Thomas:
2014 war für mich leider ein Jahr, in dem ich wenig überragende/überraschende Platten gehört habe.
Das sind aber drei meiner Favoriten:

1. Behemoth – ‚The Satanist
Gute Songs(!), nicht nur Riffs. Technisch natürlich perfekt gespielt. Und diesen ganze Satans-Quatsch finde ich sehr unterhaltsam.

2. Run the Jewels – ‚Run the Jewels 2
El-P (für mich einer der besten Hip Hop-Produzenten und Rapper) und Killer Mike, der zu wichtigen Dingen immer das richtige sagt – große Klappe, große Beats! Lovin‘ it!

3. Beach Slang – ‚Cheap Thrills on a Dead End Street‚
Eine großartige Kombination aus 90er-Emo und den Replacements. Count me in, genau mein Ding!

Marc:

1. High Water – ‚High Water
Die andere Band vom Bassisten von Ghostlimb. Klingt für mich sehr nach Bob Mould, also Hüsker Dü meets Sugar.
2. Goodtime Boys – ‚Rain
Wir kennen uns und sind gute Freunde. Die Texte bedeuten mir sehr viel, weil ich Penny kenne und die Musik dazu ist einfach grandios!

3. Everybody Row – ‚The Sea Inside
Jacks und Stevens (Comadre) neue Band. Bikini Kill meets Tom Waits und Soul.

4. Future Island  –  ‚Singles
Eine großartige Band, vor allem live. Muss man gesehen haben.

5. The Common Linnets – ‚The Common Linnets
Ziemlich gute Platte. Lief bei mir oft auf Tour dieses Jahr.

The Tidal Sleep im Netz: Blog | Facebook | Bandcamp | This Charming Man Records |

Herzlichen Dank an an dieser Stelle nochmal an die Band für die Teilnahme am Heavy Pop Adventskalender!

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