Glassbone – Ruthless Savagery

von am 20. Februar 2026 in EP

Glassbone  – Ruthless Savagery

Die Franzosen Glassbone festigen mit Ruthless Savagery den hervorragenden Ruf, den sie sich mit Deaf to Suffering (2024) im brutal an die Grenzen des Hardcore gehenden Death Metal erarbeitet haben.

Fünf Jahre nach ihrer Gründung gelingt es der Band von Hadrien Bresson (vocals), Nicolas Bastien (drums), Jean-Philippe Barcos (guitar), Pierre Cantin (guitar), and Alain Poirier (bass) in der Verortung auf ihrer zweiten EP gleichzeitig moderne Symbiosen zu bedienen und aktuelle Szene-Bedürftnisse (gar nicht so unweit von beispielsweise Sanguisugabogg) zu stillen, aber dabei dennoch ohne trendaffine Anbiederungen nach klassischer Zeitlosigkeit mit Traditionsbewusstsein zu klingen.

Mit dem Titelsong blenden die Pariser Ruthless Savagery wirbelnd auf, lassen eine slammende Beatdown-Mentalität im massiven, morastartigen Cavern-Sound entlang der zähen, dickflüssig mit pointiertem Punch und köchelnder Dynamik ausgestatteten Sound guttural röchelnd durchschimmern. In Dryin’up of Their Blood quietschen die Saiten auf ein episches Plateau rutschend und Apostasy Imperium schlenzt seine Riffs betont ranzig zu einem grindigen Hardcore, während E.K.F.I.V sich stärker an Oldschool-Manierismen orientiert.

Und Testimony of Death addiert eine Fulci-Hässlichkeit, dreht mit Solo und Core-Ästhetik individueller ab, bevor Driven by Sinister bis zu seinem abrupten Ende heavy bolzend nach vorne geht. Ein wirklich origineller Ansatz oder explizit herausragende Szenen bestimmen Ruthless Savagery in all diesen Phasen weniger, als die so konstant hochklassige Masse dieser meist kurzweiligen, in ihrem (von einem grandiosen Artwork begleiteten) Rahmen auch stets unberechenbaren Ausbrüchen neigenden 20 Minuten: Glassbone etablieren sich damit endgültig als potentielle Speerspitzen-Kombo.

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