Holder – Ruin the Beast in Me
Ruin the Beast in Me bietet zwei neue, in unter fünf Minuten eingekochte Songs der Metalcore-Hoffnung Holder aus Connecticut. Was aus dem Daze-Release aber bitte keine Single macht!
Obwohl zwischen den beiden Veröffentlichungen drei Songs bzw. sechs Minuten Spielzeit liegen, firmiert Ruin the Beast in Me wie auch die selbstbetitelte Vorstellungsrunde Holder vor zwei Jahren ganz offiziell als EP.
Darüber zu diskutieren lohnt sich nicht. Wichtiger ist nämlich, dass das blutjunge Quintett – Alex Charette (Bass), Avery Garcia (Gitarre), Bradley Provost (Gitarre), Avery Poirier (Drums) und Brie Percy (Vocals) – seinen eingeschlagenen Weg relativ nahtlos weitergeht, indem es den eklektischen Tribut an die späten 90er und frühen 00er des Metalcore mit Facetten des Screamo und Post-Hardcore anreichert.
Nach einem kurzen Antauchen aus dem Feedback jubelt sich Inconsolable kurz selbst zu, groovt dann headbangend um ein fettes Riff, um melodisch auszuatmen und den Spannungsbogen hinten raus nochmal anzuziehen. Dass die Nummer dabei mitunter wie ein Intro wirkt, liegt auch daran, dass das fast die Drei-Minuten-Marke nehmende Titelstück Ruin the Best of Me danach noch mehr Bandbreite zeigt, indem es sehnsuchtsvoll treibt, kontemplativ rezitierend die Kontraste verstärkt und sowieso eine melodramatische Seite offenbart.
Dennoch gilt für Ruin the Beast – also die EP im Ganzen – noch deutlicher als für Holder – die EP – die Feststellung, dass auch die Dosis das Gift macht. Dass die Band zumindest Live das nötige Material zusammen hat, um substantiell nachzuwirken, stimmt insofern zuversichtlich für die nächsten Karriereschritte der Epigonen.


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