Suche nach: Art Brut
Dylan Mills wurde ja mit jedem seiner Alben zugänglicher und hat dazu nie einen Hehl daraus gemacht, dass seine einzigen Interessen einzig bei Money, Girls, Cash and Cars liegen. Das entschuldigt allerdings nicht, dass der die Alben von Kanye West und Jay Z brav abwartende Dizzee Rascall beim Versuch sich auch die neue Welt untertan zu machen vollends dem Mainstreamgeschmack prostituiert.
Weil die Wartezeit zwischen zwei Metallica Alben immer länger - und insgeheim auch: immer ein bisschen egaler - wird fungieren weiterhin Live-Veröffentlichungen als Überbrückung zum gerüchteweise 2015 erscheinenden zehnten Studioalbum.
Der Nachhall zur imposanten Dystopie 'Vertikal' schwankt zwischen souveräner Ausschussware und grandios in Szene gesetzter Postmetal-Brillanz. Muss man nicht unbedingt im Regal stehen haben, sollte man aber.
Der erste Platz im Rennen um das beste untruen Black Metal Album im Jahr 2013 dürfte in fester Hand von Deafheaven bleiben. Altar of Plague reklamieren mit ihrem dritten Studioalbum auf verstörende Art und Weise jedoch ebenfalls einen Platz am Treppchen.
Wenn Soloalben dazu dienen intime Innenansichten mit persönlichem Fokus zu ermöglichen, dann darf man sich spätestens jetzt ernsthafte Gedanken über die Gemütsverfassung von Philip Hansen Anselmo machen.
Die Brutalo-Derwische von Harm's Way sind mittlerweile bei Deathwish Inc. angekommen. Das passt wie die Faust aufs Auge - zumal in Chicago ansonsten alles beim Alten geblieben ist.
'Immunity' ist eine 60 minütige Wanderung durch die Nacht in den Sonnenaufgang; ein rauschhaftes Flechtwerk aus progressiven Techno-Extasen und ätherisch treibenden Ambientlandschaften - in den besten Momenten ein schlichtweg magische Reise.
Will Wiesenfelds fährt immer noch den Laptop hoch wenn er zu musizieren beginnt - komponiert seine in sich weilenden, abgründig dunkel schimmernden Synthie-Songs aber nun gesangslastiger, klarer strukturiert, griffiger: für 'Obsidian' hat der 24 jährige Baths in seine Version einer elektronischen Ein-Mann-Popband umgewandelt.
Ein absoluter Pflichttermin: auf dem Plan steht Justin Pearsons eindeutig spannendstes Post-The Locust-Projekt inklusive Doku, dazu mit dem italienischen Supergroup-Duo Zeus! und den heimischen NA außerordentlich potenter Support. Soviel vorweg: restlos glücklich werden kurz nach Mitternacht dennoch nicht alle Anwesenden das Forum verlassen.
Wenn drei Fünftel der vielleicht besten Post-Metal-Band der letzten Jahre gemeinsame Sache mit der markanten, unfehlbaren Stimmen der Deftones machen, schreit das von vornherein nach Gipfeltreffen, Supergroup und dem potentiellen Album des Jahres. Und dann klingt 'Palms' auf den Erstkontakt hin ernüchternd nach Isis B-Seiten mit einem allzu gleichförmig leidenden Chino Moreno in der Hauptrolle.









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