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Beinahe auf den Tag genau 30 Jahre sind vergangen, seit Jimmy Eat World in Mesa, Arizona gegründet wurden und in weiterer Folge über Emocore-Klassiker zur Alternative Rock-Macht mutierten, denen die enorme Fallhöhe hinter einer Staffette an (Semi-)Meisterwerken und Hitschleudern aber auch zum Verhängnis wurde.
Die dogmatisch einzuhaltenden Grenzen zwischen EPs und Alben mögen zwar eigentlich längst verschwunden sein - in den Jahresrückblicken auf Heavy Pop wird den Kurzformaten aber weiterhin explizit gehuldigt.
Die Black Keys versuchen es nach dem besser als nur sehr okayen (an dieser Stlle dann aber doch um einen Punkt zu wohlwollend bewerteten) Delta Kream auf Dropout Boogie wieder mit eigenem Material. Auch sehr okay.
Dass Corey Taylor The End, So Far als „heavier version of Vol. 3: The Subliminal Verses“ ankündigte ist natürlich Schwachsinn - wahlweise ist es eher eine weitaus bessere Alternative zum Diskografie-Schwachpunkt All Hope is Gone oder die über den vorab geschürten Erwartungen liegende Fortsetzung von We Are Not Your Kind.
Der nimmermüde Troubadour Charley Crockett bleibt seiner unversiegend sprudelnden Veröffentlichungsstrategie treu, variiert mit The Man from Waco das Erfolgsrezept in der angestammten Komfortzone um ein paar markante Stellschrauben.
Die Maskenträger aus Iowa gehen immer: Mit knapp einem Jahr Verspätung holen die Konsens-Publikumsmagneten Slipknot ihre Graz-Show in der Stadthalle nach - wie immer mit immensem Entertainment-Faktor rundum überzeugend.
Tim Heidecker ist mittlerweile auch als kompetenter - ernstzunehmender! - Singer Songwriter angekommen. Davon zeugen die durch die Vergangenheit schwelgenden zehn Songs von High School mit unaufregender Selbstverständlichkeit.
Post Metal als Synthwave artikuliert: Final Light sind Cult of Luna-Mastermind Johannes Persson sowie James Kent alias Perturbator - und das Gespann klingt auf seinem selbstbetitelten Debütalbum als Fusion der jeweiligen Hohheitsgebiete exakt so, wie man es erwarten würde.
Baxter Dury wirft mit Mr Maserati (2001 to 2021) nicht nur die Frage auf, wieviel eine nominelle Best of-Compilation tatsächlich wert ist, wenn der absolut objektiv bemessen beste Song des Hauptdarstellers gar nicht vertreten ist.
Post Malone ist im Privatleben mit Verlobungsring am Finger als Vater einer Tochter mittlerweile wohl angekommen - und musikalisch soll Twelve Carat Toothache wohl den Reifungsprozess in der Metamorphose des eklektischen Pop-Generikums markieren.






![Slipknot, Vended [27.07.2022: Stadthalle, Graz] Slipknot, Vended [27.07.2022: Stadthalle, Graz]](https://i0.wp.com/www.heavypop.at/wp-content/uploads/2022/07/IMG_3775.jpg?resize=205%2C205&ssl=1)



