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Eine Band steht hier ein Jahr nach ihrem dritten Studioalbum vor dem Durchbruch in die erste Liga: Jeremy Bolm hyped nicht ohne Grund seit Monaten auf das Soul Glo-Kurzformat Songs to Yeet at the Sun hin.
Das passt zum bisherigen Eindruck, den diese zum blenden neigende Dinner Party vermittelt hat: Dieses offiziell als Remix-Projekt firmierende Companion Piece ist kein Dessert, sondern eher der potentiell aufgehende Versuch, korrigierende Ergebniskosmetik zu betreiben.
Lament ist vier Jahre nach Stage Four noch nicht das Licht am Ende des Tunnels für Touché Amoré, von Selbstzweifeln und Hoffnung begleitet zwischen angestammten Stärken und neuen Perspektiven aber wohl auf dem besten Weg dorthin.
Der kaum bescheidene Titel Good Music to Avert the Collapse of American Democracy kommt mittlerweile endgültig nicht mehr von ungefähr: Auf Volume 2 der Compilation versammeln 78 schwergewichtige Interpreten über fünf erschlagende Stunden an offiziell unveröffentlichtem Material.
Das schwedische Quartett Night tritt mit High Tides - Distant Skies zum vierten Mal scheinbar mühelos den Beweis an, dass Skandinavien die Retrorock-Welle einfach konstant kompetent reitet - schlimmstenfalls ohne Genieblitze.
Einen besseren Zeitpunkt hätten Khruangbin für die Veröffentlichung ihres dritten Studioalbums kaum ausdenken können: Mit Texas Sun im Rückspiegel, der aufgeloderten Gunst des Feuilletons unter den Flügeln, sowie dem Sommer vor Augen, feiert Mordechai die Leichtigkeit des Seins.
Ein Cover des Radiohead-Songs Weird Fishes steht im Herzen des Drittwerks von Lianne La Havas. Dieses macht für sich (ein Ritterschlag!) den Urhebern zwar alle Ehre, adelt aber vor allem das Gesamtwerk auch dadurch, dass die Interpretation weder Gimmick noch dezidiertes Highlight der Platte ist.
Bereits das rundum gelungene Twin Peaks-Studioalbum hätte sich im vergangenen Jahr an dieser Stelle durchaus ein wenig mehr Aufmerksamkeit verdient gehabt. Rückwirkend bekommt Lockout Low diese allerdings noch, weil die nachgeschobene EP Side A mindestens ebenso gelungen ist.
Die personell um Doug Martsch wieder einmal neuformierten Built to Spill waren zuletzt als Backingband von Daniel Johnston geladen: "This is what those rehearsals sounded like". Nun zollt die Indie-Institution dem ewigen Geheimtipp Tribut - "Recorded in 2018 by Jim Roth and featuring Steve Gere on drums and Jason Albertini on bass".
Im August 2019 übernahm Liam nicht mehr nur die pöbelnde Zuseherrolle, sondern dirigierte in der Hull City Hall ein phasenweise überkandideltes, in Summe aber überdurchschnittlich solides MTV Unplugged Album.










