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Direkt im Windschatten des umwerfenden Erfolgs seines selbstbetitelten Albums legt der unermüdliche - und zuletzt ja mit dem Gesetz in Konflikt gekommene - Country-Superstar Zach Bryan mit Boys of Faith eine neue Überraschungs-EP vor.
Mehr als nur eine Country-Maschine: Zach Bryan fokussiert seinen unbremsbaren Tatendrang mit einer selbstbetitelten Übung in Sachen ökonomischer Quantitäts-Konzentration samt prominenter Gästeliste, um endgültig in die erste Blockbuster-Liga aufzusteigen.
Protomartyr und ein Luxus-Problem: Mit Formal Growth In The Desert hat die Band zwar wieder einen starken Grower von einem Album aufgenommen - der aber auch an der simplen Tatsache krankt, seine(n) Vorgänger nicht zu übertreffen.
Void, dem Companion Piece zur 2022er-Großtat Null, attestieren KEN mode, im direkten Vergleich zu seiner Schwester-Platte eine melancholischere und enttäuschtere Ästhetik zu vermitteln. Damit liegen sie durchaus richtig.
Das empfindsame Romantic Piano von Gia Margaret sehnt sich nach naturverbundenem Ambient-Impressionismus in Form weitestgehend instrumentaler Schönheit, forscht nach dem Konzept der Waldeinsamkeit.
Seinen unfassbar produktiven Schnitt von zuletzt zwei Studioalben pro Jahr hält Charley Crockett 2023 wohl nicht mehr. Dafür gibt es mit Live from the Ryman den ersten Konzert-Mitschnitt des Country-Mannes. Guter Deal!
Say What You Like, Doug Paisleys fünftes Soloalbum, klingt, auch dank Produzent Afie Jurvanen und seinen Bandkumpels von Bahamas, herrlich locker und unverkrampft - aber nur scheinbar sorglos.
Vom ursprünglich angedachten Synthpop-Album mit Ash-Handschrift ist letztlich wohl nur das potentielle Darkwave-Artwork von Race the Night übrig geblieben, während seit Islands klammheimlich fünf Jahre verstrichen sind.
King Gizzard & The Lizzard Wizard haben mit dem monolithischen Live At Red Rocks '22 ein Konzert(e)-Album rausgebracht, nach dem in diesem Metier eigentlich nichts mehr kommen hätte müssen, nichts mehr kommen hätte können…und nun ist da mit Live In Chicago '23 plötzlich der nächste Mega-Brocken.
Kaum zu glauben, dass Mark Kozelek das Material des (mittlerweile auch in limitierter Vinyl-Form aufgelegten) Sun Kil Moon-Albums Quiet Beach House Nights bereits 2021 aufgenommen hat.










