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Oozing Wound schrauben den absurden Sci-Fi-Humor ihrer atemlos riffenden Attacken marginal zurück und justieren ihr wüstes Amalgam aus Thrash-Ausritten und noisig-hetzendem Sludge geringfügig neu. Was aber ebenso wenig an der generellen Gangart der Chicagoer Wüstlinge ändert, wie an ihrem schweißpeitschenden Unterhaltungswert.
Flying Lotus beamt sich aus dem Orbit wieder zurück auf die Erde, direkt hinein in das lodernde Fieber sonnendurchtränker Jazzclubs. Womit Steven Ellison sich gleichermaßen auf Spurensuche bei familiären Wurzeln begibt, wie er sein musikalisches Universum abermals neu vermisst.
2014 wird in der öffentlichen Wahrnehmung hoffentlich nicht als das Jahr eingehen, in dem Joyce Manor wacker gegen Stagediving-Windmühlen gekämpft haben - sondern als anhaltender Bandzenit, auf dem die Kalifornier vielleicht sogar ihre bisher beste Platte veröffentlicht haben.
Mit 'Das ist Rock 'n' Roll' kehren Christoph & Lollo zurück, so als wären sie nie weg gewesen. Endlich bekommt die Welt wieder ihr Fett ab.
Mit der kürzesten Pause zwischen zwei Alben seit annähernd 30 Jahren und nur knappe 32 Monate nach 'Old Ideas' beschenkt Leonard Cohen seine Anhängerschaft pünktlich zum eigenen 80. Geburtstag mit der neuerlichen Erkenntnis, dass der kanadische Poet weiterhin sich selbst der würdigste Nachlassverwalter bleibt.
Den Entwicklungsschritt, den This Will Destroy You zwischen ihrem selbstbetitelten, nach allen Regeln der Genrekunst spielenden Debüt, und dem abgeschotteten "Doomgaze" des bisweilen regerecht hoffnungslos in sich gekehrten 'Tunnel Blanket' mutmaßlich übersprungen zu haben schienen, holt das Quartett aus Texas nun nicht nur nach - es fächert beim Zurückrudern seinen Postrock gleichzeitig abermals um Nuancen weiter auf.
Die Beinahe-Oscar-Preisträgerin entschädigt im Alleingang für die käsigen letzten beiden Yeah Yeah Yeahs-Alben: 15 intim-romantische LoFi-Folk-Songskizzen mit gebrochenem Herzen, die ungefähr dort weitermachen, wo 'KO at Home' ungewollt ans Tageslicht gespült wurde.
The Kooks zelebrieren voller Übermut den so nötigen Neuanfang und hantieren unter der Ägide eines jungen Hip Hop-Produzenten mit Versatzstücken von Funk und Blues bis hin zum Baukasten-Soul. Die Operation mag nicht restlos glücken - der totgeglaubte Patient ist dennoch wieder am Leben.
Auf Tour kann man schon mal auf Gedanken kommen. Die Relapse-Senkrechtstarter Inter Arma haben etwa beschlossen, zahlreiche Riff-Ideen über nahtlose 45 Minuten in allen erdenklichen Genre-Deklinationen durchzuexerzieren. Was dann absolut kein dummer Gedanke ist, sondern ein schlauchender, epischer Monolith von einem Song.
Mike Hadreas ist zurück und bringt mit 'Too Bright' einen frischen Wind in die Sache. Wer eine Fortsetzung der melancholisch schönen Pianosongs erwartet hat, liegt zwar nicht gänzlich falsch, denn Perfume Genius widmet sich nach wie vor Themen wie Homophobie und Identitätswirren, allerdings wesentlich zorniger als bisher. Aber auch der Sound hat sich verändert: Das Piano muss (großteils) weichen, stattdessen lauscht man poppig-schimmernder, sowie dunkler Elektronik. Es ist eine akustische Verlagerung, die ob der Erwartungen verschrecken kann, aber durchaus auch Hörer gewinnen wird.










