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Entgegen vieler seiner Country-Kollegen lehnt sich Colter Wall nicht aus dem Fenster, sondern kehrt stilecht vor der eigenen Haustüre: ohne Überraschungen bietet der Grower Little Songs typisch wertkonservative, zeitlos am Boden bleibende Western-Klasse.
Von One bis "40", inklusive auf den Boden geholter überlebensgroßer Hits und Abbitte leistender Aussöhnungen mit Rohrkrepierern: U2 untermalen Bonos Memoiren (mehr oder minder) mit den passenden Songs of Surrender.
A.A. Williams versammelt die im vergangenen Jahr mit sparsamen Mitteln eingespielten You Toube-Cover-Interpretationen als Songs from Isolation. Ein willkommener Fanservice - nicht mehr, aber auch nicht weniger.
Rund um sein fabelhaftes, sebstbetiteltes Debütalbum 2017 hätte man Colter Wall noch ansatzlos attestiert, zu jener Riege an jungen Nachwuchstalenten zu zählen, die die Zukunft des Country formen werden. Spätestens mit Western Swing & Waltzes And Other Punchy Songs weiß man nun allerdings, dass dem heute 25 Jährigen daran nichts liegt.
Es beginnt damit, dass bereits der Pressetext amüsant zu lesen ist und endet gar nicht notwendigerweise damit, dass Bill Callahan am Ende den Traum auflöst: Das spontane, immer noch vor allem eigenwillig schrullige Gold Record fantasiert sich durch optimistisch und positiv ausstrahlende Einzelsongs.
Die Personalien sind insofern geklärt, als dass die Türen von Me and That Man mittlerweile dem Plural offenstehen - auch wenn der Titel New Man, New Songs, Same Shit, Vol. 1 dies nur zum Teil korrekt ausdrückt.
Für Ihre regulären Studioalben brauchen Mercury Rev mittlerweile ja schon einmal bis zu sieben Jahre. Obskure Veröffentlichungen zwischen traditionsbewusstem Archivarwissen und unorthodoxem Forscherdrang gehen der Band aber scheinbar mühelos von der Hand, wie die galante Verneigung Bobbie Gentry's The Delta Sweete Revisited beweist.
William Elliott Whitmore covert sich auf Kilonova durch knapp 90 Jahre amerikanischer Musikgeschichte. Zwischen okayer Redundanz und gelungenen Verneigungen wird Studioalbum Nummer 7 so zu einem kaum essentiellen, aber doch auch durchaus ansprechenden Kleinod für Fans.
Man soll die Feste bekanntlich feiern, wie sie fallen: Zum zehnjährigen Jubiläum blicken The Gaslight Anthem deswegen auf ihr Durchbruchswerk The '59 Sound zurück.
Tyler Childers wandert mit belebten Countrysongs im Rücken durch sein persönliches Purgatory auf Erden. Und legt in der immer wieder schneidenden Schere aus Form und Inhalt damit durchaus das Genre-Schmankerl vor, das die Spatzen von den Dächern herbeigepfiffen haben.










