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Dylan Mills wurde ja mit jedem seiner Alben zugänglicher und hat dazu nie einen Hehl daraus gemacht, dass seine einzigen Interessen einzig bei Money, Girls, Cash and Cars liegen. Das entschuldigt allerdings nicht, dass der die Alben von Kanye West und Jay Z brav abwartende Dizzee Rascall beim Versuch sich auch die neue Welt untertan zu machen vollends dem Mainstreamgeschmack prostituiert.
Wenn die Nächte länger und die Tage kälter werden, dann kann es schon sein, dass ein solches Album innerlich wärmt. Und das muss nicht unbedingt daran liegen, dass sich die Band damals in einem heißen australischen Winter gegründet hat, sondern wohl eher daran, dass diese Klänge universell einfach aufmuntern können.
"But I can’t say I haven’t aged/ I’ve outgrown what/ I used to be. I won’t fake what is expected to succeed with album three" schreit sich Jeremy Bolm die Kehle wund und die Seele aus dem Leib. Eine Platte wie der modernen Hardcoreklassiker 'Parting the Sea Between Brightness and Me' hinterlässt eben seine Spuren und will nicht bloß kopiert werden. Touchè Amorè zelebrieren auf ihrem Drittwerk deswegen Aufbruchgedanken und stemmen ein hoffnungsvolleres Album als man es der Band bisher zugetraut hätte.
17 Jahre Veröffentlichungspause schmelzen nahezu spurlos dahin, wenn Hope Sandoval und David Roback sichwieder in bittersüßer Melancholie treiben lassen: 'Seasons of Your Day' fühlt sich an, als wären die ewigen Leisetreter Mazzy Star niemals weg gewesen.
Eigentlich sind Este, Danielle und Alana Haim mit ihrem lange herbeigehypten Debütalbum zu spät dran: mit einem knappen Dutzend an maßgeschneiderten Pop-Ohrwürmer hätte das der ideale Soundtrack für den Sommer 2013 sein können. Ob 'Days are Gone' sich jedoch bis zum nächsten halten können wird bleibt abzuwarten.
Das maschinellen 'Blues Funeral' im Rückspiegel lassend ist 2013 bisher vor allem ein umtriebiges Jahr der Kollaborationen für Raubein Lanegan. Vierzehn Jahre nach seinem ersten Coveralbum 'I'll Take Care of You' ändert 'Imitations' dies mit zwölf gefühlvollen Rückblicken auf prägende Songs aus Kinderjahren und ins Konzept passende zeitgenössische Favoriten von Dark Mark .
Ja, 'Loud Like Love' ist die durch die Interims EP 'B3' eingeleitete Leistungssteigerung auf Albumlänge. Und ja, der drei Jahre alte Vorgänger 'Battle for the Sun' bleibt damit vorerst die einzig ärgerliche Platte von Placebo. 'Loud Like Love' ist dafür ihre erste, die einem auch egal sein darf. Ungeachtet all der lyrischen Fauxpässe.
Rise Against setzen nach der wenig spektakulären, demobeladenen Neuauflage von 'Revolutions per Minute' ihren Frühjahrsputz fort, um rechtzeitig vor dem im kommenden Jahr folgenden siebenten Studioalbum im Gespräch zu bleiben. Das ist nicht nur strategisch schlau, sondern macht in Form dieses Rundumschlags vom Langzeitfan über den Gelegenheitshörer bis zum Neueinsteiger wohl nahezu jeden zufrieden.
Dass Bob Dylan mit 'Self Portrait' 1970 absichtlich ein mieses Werk abliefern wollte um nach einer Handvoll schier übermenschlich brillanter Veröffentlichungen nicht länger als gottgleich betrachtetes Genie verehrt zu werden, kann man wohl getrost in die Welt der von Dylan selbst um seine eigene Person kreierten Mythen einreihen.
Die Arctic Monkeys sind von Sheffield nach Los Angeles gezogen, kleiden sich maßgeschneidert und sind mit Wüstenmeister Joshua Homme als musikalischer Vaterfigur erwachsen geworden. All das und mehr unterstreicht das mittlerweile auch schon fünften Album der ehemaligen MySpace-Durchstarter nachdrücklich.










