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Seit The Men 2014 auf Tomorrow's Hits einer leichtgängigen Vision des klassischen Heartland Rock auf den Fersen waren, ist es im wahrsten Sinne ruhig um die ansonsten so eklektischen Vielveröffentlicher geworden.
Dass Metallica auf der By Request-Tour die Setlist per (SMS-)Voting generieren ließen, scheint nun aufzugehen: Mit Hardwired...to Self-Destruct liefert die Institution ein bedingungslos am Markt und Fanwünschen angepasstes zehntes Studioalbum, dass ungeniert die eigene Discografie recycelt. Und den Kanon der Band trotzdem (oder gerade deshalb) durchaus gelungen fortführt - bevor man sich doch noch in zuviel Leerlauf vertändelt.
Die Zusammenarbeit zwischen den ehemaligen The Walkmen-Frontmann Hamilton Leithauser und Ex-Vampire Weekend-Multiinstrumentalist Rostam Batmanglij hat bereits auf Black Hours ganz ausgezeichnet funktioniert. Dass das Duo für I Had a Dream that You Were Mine nun gleich auf Albumlänge kooperiert, ist da eigentlich eine so logische wie willkommene Konsequenz.
Inspiriert durch Danny Seims Wegzug aus Portland haben Pfarmers mit Our Puram ein auf die Rajneeshpuram-Community der 80er verweisendes Konzeptalbum aufgenommen, dass das Potential der Band definierter abruft, als das letztjährige Gunnera.
Nach dem in die Fußstapfen großer Meister tretenden Kraftakt Primrose Green gönnt sich Ryley Walker zwar keine Pause, lässt die Dinge auf Golden Sings That Have Been Sung allerdings deutlich entspannter angehen. Das Drittwerk des früh formvollendeten 27 Jährigen ist sich seiner zeitlosen Klasse schließlich bewusst.
Ignat Frege und Felix Skinner entfernen ihren experimentellen Noiserock auf Indifferent Rivers Romance End ein Stück weit aus den Fängen des klaustrophobischen Metals, der noch auf Want sein Unwesen trieb, gestalten ihn augenscheinlich sogar einladender denn je. Weniger intensiv und emotional verstörend wird das dritte Wreck and Reference-Album dadurch aber noch lange nicht.
Veröffentlichungen aus dem Nachlass von Jeff Buckley bleiben (wie bei derartigen Archivaufnahmen üblich) eine zwiespältige Angelegenheit. Und doch rechtfertigt 'You and I' sein Erscheinen spätestens dann, wenn das abschließende, eventuell etwas zu exaltiert zelebrierte The Smiths-Cover 'I Know it's Over' in all seiner intimen Schönheit mit dickem Kloß im Hals entlässt: "Oh Mother, I can feel the soil falling over my head/See, the sea wants to take me".
Zumindest nahezu die komplette Eröffnungsphase - also drei uninspiriert auf Autopilot an der Langeweile vorbeischrammende Songs in 22 Minuten - benötigen die beiden eigenbrötlerischen Kumpels Mark Kozelek und Justin Broadrick, um sich aus einer gewissen Redundanz zu lösen und einander anzunähern. Was vor allem insofern ermüdend ist, weil die gemeinsame Kooperation danach zumindest einiges hält, was man sich vorab vom Gipfeltreffen von Sun Kil Moon und Jesu versprechen konnte.
Knappe 21 Jahre nach dem Tod der Grunge-Ikone (und 13 nach den veröffentlichten Tagebuchskizzen) erreicht die voyeuristische Leichenfledderei rund um den Nachlass von Nirvana-Frontmann Kurt Cobain mit dem aus jeder Perspektive unsäglichen 'Montage of Heck: The Home Recordings' einen neuen Tiefpunkt.










