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Weder der Ausstieg von Gründungsmitglied John Cummings noch eine demonstrativ irritierende Vorabsingle bringen Every Country's Sun aus dem Plansoll: Mogwai liefern nach dem neuerlichen Soundtrack-Ausflug Atomic auch auf ihrem neunten regulären Studioalbum anstandslos ab und nehmen ihre eigene Zuverlässigkeit dabei sogar wieder etwas härter in die Mangel, als zuletzt.
Durchaus auf Augenhöhe mit den regulären Studioalben der Schotten: Mit Atomic fügt sich eine weitere Soundtrack-Auftragsarbeit als logische Fortsetzung nahtlos in den klangmalenden Mogwai'schen Postrock-Kosmos ein.
Hier wird natürlich nicht geravt, aber der Synthesizer gerät heftiger unter Druck als sonst, denn die Schotten führen auf dem dritten Album seit ihrer tiefschürfenden Quasi-Neuerfindung 'Mr. Beast' ein weiteres Mal vor, wie sich ihren kompakten Instrumentallandschaften neue Facetten abgewinnen lassen: 'Rave Tapes' ist eine Aussichtsplattform über die bisherige Discographie von Mogwai, die gleichzeitig den Blick auf weniger ausführlich erschlossenes Territorium schweifen lässt, ohne die Dinge dabei zu überstürzen.
Die in den Bildern der französischen Canal+ -Serie 'Les Revenants' transportierte Spannung sei bereits ohne musikalische Untermalung derart intensiv gewesen, dass Mogwai "nur noch" unterstützende Soundlandschaften beisteuern mussten, sagt Stuart Braithwaite über die dritte Soundtrack-Arbeit seiner Band.
Ein nettes Gimmick von der Postrock-Qualitätsbastion Mogwai, welches kaufbereite Fanscharen dennoch großteils außen vor lässt: die spontane EP zur gleichnamigen französischen Mystery/Zombie-Serie 'Les Revenants' dürfen sich 2013 nur 2000 Anhänger ins Plattenregal stellen - der Rest muß sich 2012 mit vier digitalen Songs begnügen.
Dass Mono auf Snowdrop ein wenig verloren zwischen purer Komfortzonen-Formelhaftigkeit und unentschlossenen Neujustierungen der Perspektiven wirken, ist schon nachvollziehbar: Den Verlust ihres Stamm-Produzenten und Freundes Steve Albini kann die japanische Postrock-Band nicht einfach so wegstecken.
Inferno ist zwar streng genommen wohl mehr oder minder ein Solo-Album von Mike Sandison. Es ist, rund 13 Jahre nach Tomorrow's Harvest, aber gerade auch deswegen das erhoffte nächste Meisterstück im Boards of Canada-Kanon.
Rund dreieinhalb Jahrzehnte nach der Bandgründung ist die Release-Frequenz von Tortoise-Alben fast auf zweistellige Jahres-Intervalle gesunken. Eine der mit diesem Umstand einhergehend rarer werdenden Chancen, die Band gerade in Europa live erleben zu dürfen, sollte man sich insofern nicht entgehen lassen.
Komponiert im andereBaustelle Studio und aufgenommen mit Seth Manchester in Rhode Island ist Spillings das auf der Achse Montréal / Berlin erdachte Kollaboration von Mathieu Ball und Liam Andrews.
Spoiler: Das Album mit dem Song des Jahres hat es ebenso wenig in das reguläre Ranking der Jahrescharts geschafft, wie zwei jener drei Platten (aus der Feder von Ryan Adams, Sun Kil Moon bzw. Deftones), deren Reviews in Sachen Klick-Zahlen auf dem 2025er-Treppchen stehen.








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