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Entweder am Konsens vorbei oder nach zumindest halbwegs objektiven Gesichtspunkten doch von anderen Platten überholt: Wieder haben es zahlreiche Alben nicht in die regulären Top 50 der Jahrescharts geschafft, aber grundsätzlich doch ordentlich Eindruck hinterlassen. Zumindest 15 Vertreter aus dieser undankbar abgespeisten Riege verdienen sich nichtsdestotrotz eine Erwähnung - unsere Honorable Mentions 2019.
Auch die diesjährige Vorzugsliste der Kurzformate platzt aus allen Nähten. Dabei sind bereits zahlreiche hochklassige Veröffentlichungen, die nominell als Singles laufen - etwa von Algiers, Idles, Nails, Pallbearer, Black Midi, Deerhunter, Bush, Sturgill Simpson oder Julien Baker - beziehungsweise Split-Releases - wie etwa die Kooperationen von Primitive Man & HELL oder UN & Coltsblood – aus dem Portfolio eliminiert worden.
Einen kleinen - vielversprechenden, aber auch unausgegorenen - Rohdiamanten hat das Jahr 2019 also mit A Brief Memoriam, dem Debütalbum eines Trios aus Rockford, Illinois, in der Balance aus klassichem Screamo und kraftvollen Hardcore noch parat.
Das feine Doppel aus FTA und Far, Far Away ist eine nette Erinnerung daran, dass der soulige Indie Folk von Whitney auch über das unter Wert verkaufte, feine zweite Studioalbum Forever Turned Around hinausgehend - wenn schon nicht sonderlich spannend, dann doch - absolut geschmeidig funktionieren kann.
Little Hits ist erst die Vorstellungsrunde des Pärchens Miles und Becca, kann sich aber nicht nur wegen des unmittelbar indizierten Fanbonus trotz einiger weniger Kinderkrankheiten sofort über den netten Indierock-Durchschnitt hieven.
Vergangenes Jahr hat Juliana Hatfield sich charmant vor Olivia Newton-John verneigt, und ihrem eigenen Schaffen damit einen weicheren Feinschliff gegeben. Juliana Hatfield Sings The Police hätte im Umkehrschluß insofern für eine neue Kantigkeit sorgen können.
7-Eleven war (unter einem anderen Titel) nur im YouTube-Stream des Black Midi-Debütalbums Schlagenheim zu finden - aber dann doch zu gut, um in der Versenkung zu verschwinden. Deswegen wird er nun zumindest digital nachgereicht.
Das transnationale Trio Krukh legt seinem Debütalbum Безглуздість! aus dem vergangenen Jahr mit der EP Черный Свет - russisch für Black Light - einen den Atmospheric Black Metal-Weg weitergehenden Appendix nach, kommt aber diesmal nicht befriedigend zum Ziel.
Nach dem Durchbruch mit ihrem Zweitwerk Historian und der kleinen Boygenius-Großtat widmet sich Lucy Dacus 2019 nur einem EP-Format, das ihre in den letzten Monaten veröffentlichten Singles zusammenfasst.
Vielleicht war Why Hasn't Everything Already Disappeared? sogar Deerhunter selbst ein wenig zu konventionell geraten. Dagegen steuern sie nun mit der 13 minütigen (digitalen) Stand-alone-Single Timebends an.










