Suche nach: r. ring
Der progressive Death Doom von False Confession kann nicht nur mit schwindelfreier Unberechenbarkeit im Songwriting und brutaler Schönheit der Performance aufwarten, sondern auch mit einem instrumentalen Twist: Weeping Sores besetzen ihre eigene Kampfzone.
Touché Amoré wollen sich von Produzent Ross Robinson aus dem Komfortbereich ihres emotionalen Hardcore holen lassen. Die erste gemeinsame Zusammenarbeit Deflector stellt dafür die Weichen erst einmal ohne letzte Konsequenz.
Was sich selbst angesichts der unerfüllbar geschürten Erwartungshaltung kaum leugnen lässt: No One Knows What the Dead Think haben (trotz bald noch nachfolgender, potentiell konkurrenzfähiger alter Bekannter) mit ihrem selbstbetitelten Debüt ziemlich sicher die Grindcore-Platte des Jahres aufgenommen.
Dass die Screamo-Urväter trotz ihres ersten Albums seit 18 Jahren in ihrer eigenen Hohheitszone aktuell von zahlreichen Epigonen wie etwa Lord Snow scheinbar mühelos überholt werden reicht offenbar nicht: Larry Records legt mit dem irgendwo zwischen Denkzettel, Spott, Parodie und Lehrstunde veranlagten Jeromes Dream-Bluff X die wohl ultimative Demütigung für LP vor.
Zwei Jahre nach ihrem bisher wohl zugänglichsten Ungemach Contact steht Margaret Chardiet nicht mit dem Rücken zur Wand, hat aber unfairerweise aktuell doch die Übermacht von CALIGULA im Nacken. Vielleicht versucht Devour ja deswegen ein wenig zwischen den Stühlen sitzend garstigere Krallen zu zeigen.
Als Interims-Standalone-Single vor der kommenden Tour machen Algiers sich erst einmal mit einem "message to my haters"-Track Luft: Das multimediale Can the Sub_Bass Speak? überrascht als Konter im Spannungsfeld aus Free Jazz und Spoken Word über einer zitatfreudig-kakophonischen Soundcollage.
Spätestens im zwischen düster-abgründigen The Cure und Testosteron- Saxophonmonster Tim Cappello pendelnden Nostalgie-Verlangen von Vampire wird klar, dass Bat For Lashes mit dem warm fließenden Lost Girls tatsächlich ganz unkaschiert ihr ureigenes, weibliche Pendant Kiefer Sutherlands legendärer Bande aufgenommen hat.
Immer noch viel Sound, diesmal aber wieder mit mehr Song dahinter: Justin Vernon findet Bon Iver mit i,i auf einem gelungenen Update zu 22, A Million wieder, fasst auf seinem deklarierten "Herbst-Album" darüber hinaus aber auch gewissermaßen die bisherige Diskografie seiner Band zusammen.
Das dritte Studioalbum im dritten Jahr bestätigt die anhaltende Formkurve und zementiert den Status Quo von Tomb Mold an der aktuellen Speerspitze des Genres: Planetary Clairvoyance ist superb destillierter Oldschool-Death Metal mit finnischer Färbung.
Die prolongierte Wiedergeburt von Slipknot führt mit We Are Not Your Kind tatsächlich weitestgehend zurück zu alten Stärken und neuen Perspektiven zwischen durchschlagender Härte und brutaler Eingängigkeit. Zumindest bekommt bekommt Vol. 3: (The Subliminal Verses) einen durchaus würdigen Nachfolger.










