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So viele tolle Alben, so wenig Platz: wie auch die EP-Sektion hätten die Honorable Mentions 2023 aus allen Nähten platzen können - bleiben aber dann doch auch weiterhin rigoros auf 15 Nennungen von Lieblingsalben abseits der regulären Top 50 beschränkt.
„No, I don’t need nothing/ No, nothing I don’t already hold.“ Peter Silberman und Michael Lerner praktizieren auf der vierten The Antlers-Single in diesem Kalenderjahr eine asketische Meditation.
Mit Softpower in die Bluezone: Bilderbuch tanzen weiter auf dem Trip der anachronistischen Psychedelik und legen der jüngsten EP im Jahr 2023 noch eine entsprechende Standalone(?)-Single nach. Oder: "grab a friend drink a beer. fuck biogena fuck health apps. stay up all night! eat dirt!!! never stop living".
Der Horizont hinter demdes "Geometric Noise" und "Mathematical Chaos": Die ihren Sound stets so adaptierbar aufbereitenden Fawn Limbs gehen für Vestigial Spectra in die Vollen und verschmelzen mit Nadja zu einer symbiotischen Einheit.
Auch wenn Ex:Re durchaus Spuren hinterlassen hat, stellen jene sechs Jahre, die seit Music From Before the Storm vergangen sind, keine Bruchstelle dar, die Stereo Mind Game im Anschluss an Not To Disappear überbrücken müsste.
Die niemals Nein zu einer Kooperation sagen könnenden Full of Hell und Nothing kultivieren mit When No Birds Sang in der Symbiose aus atmosphärischem Sludge Metal und verträumten Shoegaze ein rundes Album. Aber....
Sieben Jahre nach One Dark Silent Off treten Radian auf Distorted Rooms mit einer verspielten Nonchalance den Beweis an, dass man sich immer noch mühelos in der Elite-Liga experimenteller Klangkunst bewegt.
Diese Krönung hat sich ein toller Atmospheric Black Metal-Jahrgang verdient: Austin Lunn unterstreicht die Vormachtstellung von Panopticon zum Ausklang von 2023 mit The Rime of Memory in beeindruckend massiver Imposanz.
History Books will geradezu demonstrativ nichts beschönigen: Nach neun Jahren Pause sind The Gaslight Anthem bereit, sich die Hände für ihren Heartland Punkrock wieder schmutzig zu machen.
Samia Najimy Finnerty will die Versprechen der besten Momente auf The Baby mit ihrem Zweitwerk Honey zwar nicht stemmen - was jedoch irgendwo zwischen (Phoebe Bridgers-)Worship und (Billy Eilish-)Tribut dennoch weitestgehend überraschend stimmig funktioniert.









