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'Night Time, My Time' ist das Debütalbum der erst 21 jährigen Sky Ferreira, und dennoch schon so etwas wie ein (soundtechnischer) Reboot, der beinahe nicht mehr für möglich gehaltene (Neu)Start ihres Dasein als Musikerin. Bei der Vorgeschichte eigentlich kein Wunder, dass dieser das Hype-Barometer in die Höhe schießen lässt und die Sängerin/Schauspielerin/Troublemakerin zum aktuell ultimativen It-Girl zwischen Mainstream und Indie hochstilisiert.
Die Blogosphäre ist in leiser Aufregung, das Hypebarometer schlägt aufgeregt aus: Wampire, so heißt es, muss man 2013 auf dem Radar haben. Diesen Wirbel rechtfertigt 'Curiosity' dann als souveräne aber wenig herausragende Genremischkulanz nur im Ansatz.
Iceage-Sänger Elias Bender Rønnenfelt, Loke Rahbek (Sexdrome), Kristian Emdal (Lower) und Lukas Højland alias Vår gehen durchaus als Supergroup der jüngst für gewaltiges Aufsehen sorgenden Kopenhagener Punk-Szene durch. Weiter kommt einem das Quartett allerdings nicht entgegen.
4 Jahre nach der Single-Schleuder 'Wolfgang Amadeus Phoenix' und dem endgültigen Durchbruch gehen Phoenix auf Nummer Sicher und übersetzen für 'Bankrupt!' ihre tanzflächenfüllenden Konsenshits wieder zurück in einen den 80ern nicht abgeneigten Synthiepop-Kontext.
Die Kanadier Suuns bestätigen die vor drei Jahren mit 'Zero QC' eingefahrenen Loorbeeren - und zersetzen ihren fiebrig pulsierenden Artrock vollends in der selben Schräglage, auf der auch die unfehlbaren Liars und Clinic ihren verstörenden Tanz im Neonlicht zelebrieren.
Es muss das reinste Vergnügen für Neo-Regisseur Dave Grohl sein, nicht nur die aktuelle Creme de la Creme des Metal und Rock in seinem Adressbuch stehen zu haben, sondern sich dazu mit alten Helden auch Kindheitsträume erfüllen zu können. Für die Hörerschaft des omnipräsenten Chef-Sympathisanten mutiert dies auf dem verheißungsvollen 'Real to Reel' zu einem weitestgehend nur souverän-altbackenen Schaulaufen. Was da mit einer drückenderen Produktion alles möglich gewesen wäre.
Die schlechte Nachricht vorweg: den Wahlwienern gelingt es knappe 8 Monate nach dem vielversprechenden Debütalbum 'Prometheus Run' abermals nicht, ihre fesselnde Live-Energie im Studio adäquat auf Tonträger zu bannen. Weil Likewise hierzulande aber längst kaum eine andere Band in Sachen Folkrock das Wasser reichen kann, fällt wegen solcher Bagatellen bei derartigen Songs niemandem ein Stein aus der Krone.
Conor O'Brien schwimmt sich mit dem zweiten Album seiner Solo-Band Villagers von Erwartungshaltungen seitens der Folk-Ecke frei und scheitert mit weitestgehend grandiosen Einzelsongs in aller Schönheit daran, ein restlos überzeugendes Gesamtwerk vorzulegen.
Der Indierock-Institution passieren auf dem dreizehnten Album im neunundzwanzigsten Bandjahr zehn makellos träumende Yo La Tengo-Songs offenbar ohne jedwede Anstrengung und nahezu zufällig. Darüber hinaus versammelt 'Fade' aber auch das rundum kompakteste Gesamtpacket des Trios seit Ewigkeiten.
Auch im Mittelteil der Albumtrilogie spielen Green Day unverfängliche Pop-Punk-Kleinode, auf das wesentliche reduziert und ohne große Theatralik. Allerdings eben auch wieder ohne die wirklich zündenden Ideen und Melodien.










