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Während die mitreißende Wucht von VHÖL's 2015er-Meisterwerk Deeper than Sky nach wie vor nichts von seinem energischen Reiz verloren hat, ist Schlagzeuger Aesop Dekker längst schon wieder auf anderen Spielwiesen unterwegs: Mit Lorraine Rath und Jessica Way hat er beispielsweise das dritte Worm Ouroboros Album What Graceless Dawn zu einer ätherischen Mediation ausgelegt, während er mit Khodara schon in den Startlöchern scharrt. Was all seine Projekte trotz ihrer stilistischen Vielseitigkeit dabei stets eint, ist dann nicht nur das so wandelbare Drumming von Dekker, sondern vor allem das konstant hohe Qualitätsniveau. Auf eben dieses darf man sich auch bei der Wahl seiner Lieblingsplatten 2016 verlassen.
Dass Metallica auf der By Request-Tour die Setlist per (SMS-)Voting generieren ließen, scheint nun aufzugehen: Mit Hardwired...to Self-Destruct liefert die Institution ein bedingungslos am Markt und Fanwünschen angepasstes zehntes Studioalbum, dass ungeniert die eigene Discografie recycelt. Und den Kanon der Band trotzdem (oder gerade deshalb) durchaus gelungen fortführt - bevor man sich doch noch in zuviel Leerlauf vertändelt.
Nach dem von Elias Bender Rønnenfelt selbst in den Jazz-Jam verordneten Session-Mitschnitt Coming Down macht der Iceage-Frontman mit Telling It Like It Is mehr oder minder dort weiter, wo This World Is Not Enough aufhörte: Auch das Zweitwerk seines einstigen One Time-Soloprojektes verführt allerhand Stile in das verstörende Studio der Marching Church, das dann auch gleich als "auxiliary band member" fungiert.
Neben einigen Public Enemy-Kompositionen und noch weniger Cypress Hill-Material imitieren Prophets of Rage live vor allem Songs von Rage Against The Machine. Das Tonträgerdebüt der Altstar-Coverband/Supergroup gibt sich nun alle Mühe, möglichst unauffällig in eben diesem Kanon unterzugehen.
Das seit Jahren über Biffy Clyro hängende Damoklesschwert des banalen Stadionrock kracht nun mit Ellipsis doch noch hernieder: Unter tatkräftiger Mithilfe von Muse-Spezi Rich Costey haben die Schotten gefühltermaßen das weniger potente Update zu Only Revolutions aufgenommen.
Marissa Nadler und Produzenten-Mastermind Randall Dunn schweben auf Strangers den Weg des Vorgängers July weiter, feilen dabei an den Details und erweitern zudem das instrumentale Spektrum.
Seit seinem zweiten Soloalbum [amazon_link id="B0024Y65TU" target="_blank" ]Further Complications[/amazon_link] von 2009 war es abseits einiger vereinzelter Arbeiten relativ ruhig um den einstigen Pulp-Frontmann Cocker geworden. Bedeutend lauter wird es auch auf seiner neuen Music from 'Likely Stories'-EP nicht, wenngleich es dafür umso schöner ist, wieder vom Elder Statesman des Britpop zu hören.
Yeasayer haben ihr viertes Studioalbum trotz aller Schwierigkeiten zwar in trockene Tücher gerettet, schalten dafür aber ohne die gewohnte Raffinesse immer wieder auf forcierten Autopilot: Amen & Goodbye funktioniert zu oft seiner forcierten Pop-Zugänglichkeit über zu weite Strecken nur als oberflächlich zurechtgemachtes Stückwerk.
Zwei Tage verbrachte Heavy Pop am diesjährigen donaufestival in Krems. Zwei Tage voller neuer Inputs, vieler wissbegieriger Menschen, Musik und Performances, die man in Österreich sonst lange suchen muss.
Wo jedes Studioalbum neue Facetten des englischen Prog-Meisters freilegt, entlässt "An Evening with Steven Wilson" abseits der erwartbar makellosen, bis ins Detail durchkomponierten Perfektion in Sachen instrumentaler und inszenatorischer Virtuosität ebenfalls mit einer überraschenden Erkenntnis: Der alterslos wirkende 48 Jährige präsentiert sich im Orpheum entwaffnend nonchalant als erstaunlich amüsanter Zeitgenosse.









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