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Die prolongierte Rückkehr zur alten Stärke bedeutet für Richard Ashcroft im Fall von These People ein gediegenes Plätschern in der angenehmen, selbstreferentiellen Wohlfühlzone des mit Konserven-Streichern zugekleisterten Midtempo-Britrock - vereinzelte, das Gesamtbild trübende Geschmacksverirrungen nicht ausgeschlossen.
Die Leiden des jungen James Blake, Teil 3: Wo der kühle Elektro-Soul seiner ersten beiden stilbildenden Studioalben durchaus auch aufgrund all der Räume faszinierte, die der heute 28 Jährige Brite in seinem minimalistischen Songwriting offen ließ, füllt das soundtechnisch reifere The Colour in Anything diese Flächen nun erstaunlich schlüssig mit mehr Dichte und flirtet mit einer verinnerlichten Formvollendung - setzt dabei aber auch eine gehörige Menge Ballast an.
Die letzten nervösen Stunden vor der digitalen Veröffentlichung des (durch Burn the Witch und Daydreaming sowie wie die Doch-Nicht-Bond-Titelsong-
Der Boss der Swans und Angels of Light versammelt Songs all seiner Veröffentlichungsplattformen als potentielle Setlist seiner Solotour - was auf regelrecht bekömmliche Weise durchaus Neuankömmlinge in Gira's Gefolgschaft anziehen könnte, ist jedoch primär auf bereits eingefleischte Fans zugeschnitten und nur in limitierter Stückzahl auf Tour und im Onlineshop von Young God Records erhältlich.
Tatsächliche unsterbliche Radiohits und Killersingles mit dem altbekannten Klassikerpotential hat Where You Stand 2013 letztendlich keine für Travis abgeworfen, aus der Underdog-Rolle heraus aber sehr wohl einen zweiten Frühling für die knuffigen Schotten heraufbeschworen. Genau dort macht Everything At Once als unspektakulär liebevolles Britpop Album nun weiter.
Cult of Luna verlagern ihren konzeptionellen Post Metal auf Mariner erneut und verlassen die beklemmende Industrial-Dystopie von Vertikal und dessen Appendix Vertikal II, um gemeinsam mit Julie Christmas die unendlichen Weiten des Weltalls zu erforschen.
Die letzte Ausgabe des Festivals unter dem künstlerischen Leiter Tomas Zierhofer-Kin sei gefeiert: heute [29. April 2016] startet das donaufestival in Krems. Heavypop präsentiert wie jedes Jahr rein subjektiv die favourite picks aus den Bereichen Musik und Performance. Auf in die Wachau!
Als Drangsal rekonstruiert Max Gruber aus Herxheim den New Wave und Post Punk der 1980er mit viel Leidenschaft, einem beachtlichen Händchen für Ästhetik und mit einem verinnerlichten Verständnis für die Materie. Harieschaim serviert hinter seinem fundiert inszenierten Retrosound so eine beachtliche Anzahl an Ohrwürmern, ist aber paradoxerweise wohl dennoch vor allem als Versprechen an die Zukunft zu sehen.
Wo jedes Studioalbum neue Facetten des englischen Prog-Meisters freilegt, entlässt "An Evening with Steven Wilson" abseits der erwartbar makellosen, bis ins Detail durchkomponierten Perfektion in Sachen instrumentaler und inszenatorischer Virtuosität ebenfalls mit einer überraschenden Erkenntnis: Der alterslos wirkende 48 Jährige präsentiert sich im Orpheum entwaffnend nonchalant als erstaunlich amüsanter Zeitgenosse.
We Are Scientists bleiben nach dem nett-egalen Comeback 'TV en Français' das wohl sympathischste Relikt aus der zweiten Reihe des 2005er-Indierocks. Noch besser: Keith Murray und Chris Cain müssen sich anhand von 'Helter Seltzer' nur noch bedingt die Frage gefallen lassen, ob charmante Kurzweiligkeit den Fakt aufwiegen kann, dass die letzten wirklich erinnerungswürdigen Songs ihrer Band bereits über ein Jahrzehnt zurückliegen.







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![Steven Wilson [24.04.2016: Orpheum, Graz] Steven Wilson [24.04.2016: Orpheum, Graz]](https://i0.wp.com/www.heavypop.at/wp-content/uploads/2016/04/Steven-Wilson-Live-3-e1461746214658.jpg?resize=205%2C205&ssl=1)
