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Ein regelrecht beschaulicher Österreich-Stopp nach 45.000 Menschen in London: Fontaines D.C. sind dank des breitenwirksamen Romance weit über den Hipster-Konsens hinausgewachsen und füllen die Freilufthalle B der Messe Graz mit einem heterogenen, begeisterungsfähigen Publikum.
Bevor das verdammt solide Private Music nicht nur den unrühmlichen Abschied von Sergio Vega und die Rückkehr zu Produzent Nick Raskulinecz markieren, sondern auch die längste Pause zwischen zwei Alben der Deftones beenden wird, bleibt noch Zeit, um im Rahmen der hiesigen Diskografie-Rankings einen Blick zurück, auf eine der makellosesten Karrieren des Alternative Metal, zu werfen.
Der Vorabsong Back in the Game war fast schon ein veritabler Banger. Und damit ein ziemlicher Red Hering für restliche knappe Stunde von Tall Tales, dem Kooperations-Langspieler von Rückkehrer Mark Pritchard und Workaholic Thom York.
Die Peel it Back-Tour ist eine pure Frischzellenkur und nicht die befürchtete Abschiedsrunde für Trent Reznor: Nine Inch Nails bleiben eine zeitlose Bank, daran kann auch die Wiener Stadthalle nichts ändern.
Die unfehlbaren Elbow wollen die Ausrichtung ihres polarisierenden zehnten Studioalbums mit der - bis zur Übersteigerung pragmatisch betitelten - Audio Vertigo Echo elbow EP5 weiter erkunden.
Keine Sorge: Sam Sparks schwenkt wohl nicht von seinem abonnierten Album-Release-Tag am 1. Jänner ab. Aber eine EP - Bubblegum - ist vor dem Nachfolger zu Bugs Forever schon drinnen.
Slammender Mosh Metal Beatdown Deathcore aus Australien, der keine Zeit verschwendet: Volatile Ways prügeln ihr Debütalbum Perfect Dark mit einer konsequenten Effektivität in nur 24 Minuten über die Ziellinie.
Unspektakulär hochklassig: Michael Kiwanuka macht es sich fünf Jahre nach seinem selbstbetitelten Ausrufezeichen mit Small Changes in einer Easy Listening-Komfortzone gemütlich.
Runder, massentauglicher, poppiger: Fontaines D.C. erfinden sich nach drei Alben im Post Punk mit Romance zwischen 90er Nostalgie und dem zeitlosen Existentialismus des Britrock ein gutes Stück weit neu.
„Sturgill served his purpose, but he’s dead, he’s gone, and I’m definitely not that guy anymore.” Ein Epitaph als Startsignal für das im Kollektiv gestemmte Alter Ego Johnny Blue Skies - und die in Paris entstandene Zäsur-Glanztat Passage Du Desir.

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