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Wenn drei Fünftel der vielleicht besten Post-Metal-Band der letzten Jahre gemeinsame Sache mit der markanten, unfehlbaren Stimmen der Deftones machen, schreit das von vornherein nach Gipfeltreffen, Supergroup und dem potentiellen Album des Jahres. Und dann klingt 'Palms' auf den Erstkontakt hin ernüchternd nach Isis B-Seiten mit einem allzu gleichförmig leidenden Chino Moreno in der Hauptrolle.
Sehr angenehm: Ausgerechnet Red Hot Chili Peppers-Bassist Flea hat in seiner Rolle als Trompeten-Liebhaber mit Honora das smoothe Konsens-Jazz-Album des Jahres aufgenommen.
Zwei Jahre nach Death is Nothing to Us hat Patrick Flynn den Tod seiner Mutter zu verarbeiten - was seine Band Fiddlehead mit der aus diesem Umstand resultierenden EP Baby I'll Change mutmaßlich am Beginn einer neuen Evolutionsphase zeigt.
Auch auf Raumstationen im interstellaren Raum muß mit mathematischer Präzission gemosht werden. Greg Kubacki klassifiziert Kilonova, das Debüt seines Solo-Projekts Sun Guts, also als „Lasercore“ oder „ignorant instrumental mathcore for aliens“. Passt!
Mutmaßlich wird Stove als zehntes Studioalbum in absehbarer Zukunft die bisher längste Platten-Pause in der Diskografie von Lana Del Rey beenden. Bis dahin bleibt jedoch noch Zeit für einen Rückblick auf das bisherige Schaffen der Amerikanerin - wobei der Versuch, eine qualitativ so konstante Diskografie in eine subjektive Reihenfolge zu bringen, praktisch nur eine nicht in Stein gemeißelte Momentaufnahme sein kann.
Unmittelbar nach dem Jahreswechsel steht ein neues Gumshoes-Album bereit, das hat praktisch Tradition. Dass die Nacht davor jedoch auch ihre Schattenseiten haben kann, darüber erzählt Sam Sparks neun Geschichten auf Happy New Year.
Ein brachialer Reality Check mit düsteren Ausschten und guten Nachrichten: Auch mit ein paar neuen Faktoren in der bewährten Formel verschieben sich die Grenzen des Conan‘schen Hohheitsgebietes durch Violence Dimension kaum.
Fünf Jahre nach seinem Solo-Debüt Serpentine Prison hat Matt Berninger mit Get Sunk ein gefühltes The National-Lite-Album aufgenommen. Das sorgt für angenehme Geborgenheit, aber auch gepflegte Langeweile.
Der Bandcamp Friday fördert mitunter Kurioses zu Tage. Diesmal: Mike Vennart's - nomen est omen! - "4 post-rock wank offs for cash". Die nach dem Monstrum The Familiar aus den Archiven gehobene, beinahe im Alleingang gestemmte Auftragsarbeit (“Me - everything. Drums by unknown drummer. Mixed by Steve Durose”) erfüllt den ehemaligen Oceansize-Kopf jedenfalls auch zehn Jahre später nicht gerade mit Stolz.










