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John Frusciante bleibt nach 'Letur-Lefr' und 'PBX Funicular Intaglio Zone' auch auf den abstrakten Songs von 'Outsides' elektro-fokussiert und chaotisch, vor allem aber so experimentell ausgerichtet, wie seit 'Niandra Lades and Usually Just a T-Shirt' nicht mehr. Trotzdem kehrt der 43 jährige zuallererst erst sein geschliffenes Gitarrenhändchen in die Auslage.
Shawn Carter rappt von seiner Yacht aus souverän über das Leben als Gott-König des millionenschweren US-Hip Hops. Dennoch ermüdend, wie inspirationslos und satt Jay-Z zwölf Jahre nach dem epochalen Mainstream-Einschlag 'The Blueprint' auf dem vierten Album seit dem streitbar notwendigen "Comeback" mit 'Kingdom Come' klingt.
Kompakter, melodischer, harmonischer, zurückgenommener: Sel Balamir lässt Amplifier nach der so ausufernden wie erschöpfenden Monumental-Zerreisprobe 'The Octopus' zur wohlverdienten Ruhe kommen.
Reichlich Kitsch, ungeniert ausgewalzter Pathos, aufdringliche Gesten und zentnerschwere Romatik im synthetischen Neonlicht der 1980er: die beiden Melodramatiker von Hurts bleiben sich und ihrer Wahrnehmung des Depeche Mode-Vermächtnisses also auch im zweiten Anlauf treu.
Der ehemalige The Czars-Frontmann John Grant ist nach Reykjavík gezogen. Sein zweites Soloalbum klingt deswegen auch nur noch selten nach Midlake und Folkrock, sondern meistens nach verrauchten Clubs mit hauseigener Whiskeybar neben der stylish blinkenden Tanzfläche.
Jede Wette: Mariusz Duda bestellt sich alle Veröffentlichungen aus dem Haus von Steven Wilson blind, findet die Entwicklung von Opeth so fantastisch, dass er die mit Riverside am liebsten nachvollziehen würde und hat 'Storm Corrosion' mit den selben Freudentränen auf dem Plattenspieler rotieren sehen wie das endlich erschienene Dokument der einstweiligen Led Zeppelin-Reunion.
“Die fetten Jahre sind vorbei!” Oder haben sie für die Dropkick Murphys gerade erst begonnen? Auf seinem achten Longplayer zelebriert das Septett über den Großteil der Laufzeit in erster Linie bierselige Gemütlichkeit und hat der Streetpunk-Kante von damals wohl endgültig entsagt.
Silvester ist tot, lang lebe der etwas andere Torpedo Holiday! Wenigstens sind die fünf Jungens aus dem hohen Norden Deutschlands im direkten Vergleich mit ihrer 4-Track-EP in puncto Mehrwert gegenüber der schnell ausgebrannten Neujahrsknallerei klar auf der Siegerseite. Zündet das Ganze wohl auch auf Albumlänge?
Es wird sicher einen guten Grund geben, warum Bill Murray sich derart gegen Ghostbusters III sperrt - und sei es nur wegen Der Pate, Jurassic Park, Matrix, Spiderman - oder all den unzähligen weiteren Beispielen, die vor Augen führen, dass Trilogien nicht immer die besten Ideen sind; und vor allem der letzte Teil in der Regel nicht unbedingt der beste Part der Reihe ist.
2012 war auch ein Jahr vieler großartiger Platten toller Bands. Einige davon haben es uns aber besonders schwer angetan – ein Grund mal nachzufragen, was gerade diese Musiker denn dieses Jahr an Veröffentlichungen so richtig gut fanden. Diesmal mit alten und neuen Helden des politischen Hardcore. Auf der einen Seite listen Matt Taylor und Mitch Roemer von Old Lines ihre Lieblingsalben aus dem Vergangenen Jar, auf der anderen nahm sich der auch nach dem Abschluß der Refused-Reunion vielbeschäftigte Dennis Lyxzén kurz die Zeit, um uns seine Top 5 aus dem Jahr 2012 zu verraten.










