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The Tidal Sleep haben ihre Aufgaben zwar vor allem bei zeitgenössischen US-Hardcore gemacht, mit 'Vorstellungskraft' aber dennoch vieles davon bereits vorweggenommen, was auch 'Keep You' erst Monate später in ähnlichem Maße erreichen sollte - ohne dabei aber derart radikal mit der eigenen Vergangenheit brechen zu müssen. Auf ihrem zweiten Album rundet das Mannheim/Karlsruhe/Leipzig/
Kreisky mussten ihr Gastspiel an diesem Abend im Bang Bang Club krankheitsbedingt absagen. Und auch Dry the River-Sänger Peter Liddle schleppt sich verkühlt auf die Bühne. Was sich in einer marginal verkürzten Setlist, aber kaum eingeschränkten Performance der himmelstürmenden englischen Indie-Folkrocker niederschlägt.
Pianos Become The Teeth-Frontmann Kyle Durfey geißelte sich bereits über zwei verzweifelt-wütende Hardcore-Alben mit der Trauerarbeit um seinen erst erkrankten, dann verstorbenen Vater. Knappe drei Jahre nach dem Versprechen 'I'll Get By' lässt es sich nun allerdings schwer feststellen, ob er tatsächlich seinen Frieden mit den Gegebenheiten geschlossen hat, oder an dem Verlust innerlich zerbrochen ist.
Die erste Pink Floyd-Veröffentlichung seit 20 Jahren ist kein derartiger Griff ins Klo, wie dass das Gros der geißelnden Kritiken nahelegt, aber als selbstzitierende Resteverwertung nicht zuletzt im Kontext der musikhostorischen Bedeutung dieser Band doch vor allem: unnötig.
"Es ist eine gute Rockplatte". Das mag für The Voice-Sidekick Gavin Rossdale durchaus so erscheinen. Außerhalb seiner Band wird das sechste Studioalbum seiner wiederbelebten Kombo aber wohl vor allem als bocklangweilige Anbiederung an weichgespülte Alternative Rock-Formatradiosender gehört werden.
These New Puritans sind sich bewusst, dass ihnen mit dem letztjährigen 'Field of Reeds' ein eingewilliges kleines Meisterwerk des Artrock gelungen ist. Deswegen lassen es sich die Barnett-Brüder auch nicht nehmen, ihren bisherigen Schaffenszenit mit der passenden Liveplatte noch einmal in aller Ausgiebigkeit zu zelebrieren.
Ein kleiner Nachschub an Ohrwürmern und Hits, der Stärken unterstreicht und auch neben bereits beschrittene Wege blickt. Dazu die Bestätigung: Keine Band zaubert dem Pop-Punk aktuell ein derart breites Grinsen aufs Gesicht wie RVIVR es tun.
Gitarrist Jim Root konnte Corey Taylor seinen Rauswurf bei Stone Sour wohl verzeihen: bei Slipknot ist er ja noch an Bord. Und wie zuletzt darf er dort neben allerlei Geknüppel sehr ähnliche Riffs anbringen, wie bei seiner Ex-Band.
Conrad Keely und Jason Reece geben sich weniger frontal als zuletzt und ziehen sich von melancholischen Verlustgedanken geprägt in einen Rausch aus großen Melodien, klug arrangierten Riffs und kraftvoller Sehnsucht zurück: ...And You Will Know Us By The Trail Of Dead sind (endgültig wieder) eine todsichere Bank.
Über die Dauer von 'The Last Dawn' könnte man Mono guten Gewissens daran messen, wie erhaben die Japaner in ihrem Metier abermals agieren - und nicht, wie wertkonservativ sie ihren Postrock hier ausbreiten. 'Rays of Dawn' führt danach allerdings ohnedies vor, dass die Band künstlerischen Stillstand weiterhin aus ihrem Vokabular zu streichen versucht.


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