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Der Springsteen und Pearl Jam erprobte Brendan O'Brien gibt The Gaslight Anthem den Feinschliff für die großen Bühnen dieser Welt. Derartig offen aber nebensächlich zelebriert steht die so lang gehegte Affinität zum Stadion den vier aus New Jersey auch ausgezeichnet.
Toe melden sich mit sommerlichem Math-Rock zurück, der einmal mehr aufzeigt, wie unfassbar entspannt und leichtfüßig die Instrumental-Japaner klingen können, obwohl sie sich in dieser Geschwindigkeit an ihren Instrumenten eigentlich wundspielen müssten.
Traditionalisten, Erbverwalter, Romantiker für die Arbeitetklasse: King Cannons spielen den Soundtrack, um mit einem Chevi über endlose Straßen zu brausen, Sonnenuntergängen entgegen zu trampen oder auf Züge gen Nirgendwo aufzuspringen.
Die Stilmixer von The King Blues verabschieden sich mit 'Long Live The Struggle' von der Bildfläche. Der Weg führt weiter hinein ins Formatradio, sogar in den triefenden Pop - einen ähnlichen Sauhaufen haben die Engländer allerdings noch nicht abgeliefert.
Ob und vor allem wann sie tatsächlich auf Albumlänge weitermachen, darüber gehen die Meinungen, An- und Aussichten nach wie vor auseinander. Rechtzeitig vor der großen Werkschau '21' bringen Blur jedoch die ersten neuen Songs seit zwei Jahren auf Tonträger in den Handel.
Um die Wartezeit auf das vierte Studioalbum 'Apocryphon' zu verkürzen, schicken The Sword einen knapp sechs Jahre alten Songs als Interimssingle ins Rennen. Der trumpft einerseits als breitbeiniger Sludge-Rocker auf , bekräftigt aber auf der anderen Seite jedoch auch insgeheim die These, dass die Mannen um J.D. Cronise ihre stärkste Phase eventuell seit dem Debütalbum hinter sich haben.
The Invisible machen es all jenen leicht, die in dem Zweitwerk 'Rispah' verkopfte Musik jenseits von Songs zu hören glauben, produziert von mutmaßlich schlauen Studionerds für Leute, die hinter deren Rücken als pseudogeistreiche Hipster abgekanzelt werden. Stimmt so aber nur auf den ersten, flüchtigen Kontakt.
Seit dem Debütalbum 'End Measured Mile' waren Make Do And Mend praktisch pausenlos auf Tour, Auszeiten davon gab es für das unermüdliche Quartett höchstens, um sich im Studio Luft zu verschaffen. Irgendwo dazwischen haben die Jungs aus Connecticut trotzdem die Ruhe gefunden, ihr aufbrausendes Wesen in noch melodischere Bahnen zu lenken.
Gut, wenn eine Band einen Ersatzsänger gefunden hat, der dem abhanden gekommenen beinahe das Wasser reichen kann, ohne den Klon zu machen. Noch besser, wenn das verloren geglaubte Energien mit sich bringt. Trotzdem irgendwie ärgerlich, dass Turbonegro es bei ihrem zweiten Comaback nicht in letzter Konsequenz verstehen, daraus nahtlos mitreißende Songs zu provozieren.










