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Crash of Rhinos gelingt der Spagat zwischen Mathrock und Post-Hardcore im zweiten Anlauf noch besser als der erste. Mehr noch: das Quintett unterstreicht mit 'Knots' nicht nur, dass 2013 ein wahrlich revitalisierendes Jahr für längst verloren geglaubten Emocore ist - sondern reklamiert in seinen besten Momenten gleich die Genrekrone für sich.
Die vorausgeworfenen Schatten des Nachfolgers zu 'Im Schwindel' zeichnen langsam aber sicher konkrete Konturen. Die hohen Erwartungshaltungen werden jedenfalls nicht gerade gedrosselt, wenn die Münsteraner ihren wahrscheinlich glasklarsten Hit bisher als Vorboten zum zweiten Studioalbum auswählen.
„Old songs, old songs, they’re never quite right and they’re never quite wrong“. Da schau her! Wer positioniert sich denn da in der schon beim ersten Chorus eigenmächtig in der weiten Ebene musikalischer Mittelmäßigkeit und führt ein weiteres Besprechen der Debüt-LP vorab ad absurdum. Nein, bei diesem Country/Punk-Quintett ist der letzte Drops sicher noch nicht gelutscht und das Glas zumeist halb voll. Wär ja noch schöner, höhö!
Nicht so stark wie das Debütalbum - aber bis die Kumpels und Bandkollegen von Kings of Leon mit 'Mechanical Bull' die angekündigte Rückkehr zur alten Form proben und Rick Rubin mit der neuen U2-Platte fertig geworden ist, muss neben den Editors ja irgendjemand die Stadien der Welt mit adäquatem Material versorgen.
Von Spastik Children bis Echobrain; Flotsam and Jetsam, Voivoid, Ozzy Osbourne und natürlich die Weltkarriere mit Metallica: Jason Newsted hat eine beeindruckende, umtriebige Vita vorzuweisen. Der Schritt aus der zweiten Reihe in die Selbstständigkeit musste da wohl zwangsläufig bis zum 50. Lebensjahr warten.
'All Hell' war im letzten Jahr nur die Aufwärmrunde für Daughn Gibson. Im zweiten Anlauf leuchtet der Ex-Trucker seine eigenwilligen, futuristischen Country-Songs weniger traurig und skizzenhaft, dafür aber umso heller, vielseitiger und auch deutlich poppiger aus.
John Frusciante bleibt nach 'Letur-Lefr' und 'PBX Funicular Intaglio Zone' auch auf den abstrakten Songs von 'Outsides' elektro-fokussiert und chaotisch, vor allem aber so experimentell ausgerichtet, wie seit 'Niandra Lades and Usually Just a T-Shirt' nicht mehr. Trotzdem kehrt der 43 jährige zuallererst erst sein geschliffenes Gitarrenhändchen in die Auslage.
Dan Smith hat die Transformation seiner ehemaligen Hip-Hop-One-Man-Show längst zum beispiellosen Spoken Word-Indierock-Trio vollzogen. 'Time is a Machine' ist dergestalt abermals ein formvollendetes Paradebeispiel für das, was Smith unter dem Banner Talk Music firmieren lässt.
Shawn Carter rappt von seiner Yacht aus souverän über das Leben als Gott-König des millionenschweren US-Hip Hops. Dennoch ermüdend, wie inspirationslos und satt Jay-Z zwölf Jahre nach dem epochalen Mainstream-Einschlag 'The Blueprint' auf dem vierten Album seit dem streitbar notwendigen "Comeback" mit 'Kingdom Come' klingt.
Die Brutalo-Derwische von Harm's Way sind mittlerweile bei Deathwish Inc. angekommen. Das passt wie die Faust aufs Auge - zumal in Chicago ansonsten alles beim Alten geblieben ist.










