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Es ist angerichtet! Schon wieder! Banquets aus New Jersey produzieren auf ihrem selbstbetitelten Zweitling viele kleine anstelle eines einzelnen großen Hits und behalten sich trotz aller süßlich-klebrigen Eingängigkeit der Songs das rechte Maß an Herz und Hirn.
Von wegen Relevanz, Krankheit und Senilität: Black Sabbath sind 18 Jahre nach dem letzten Studioalbum näher dran an der Originalbesetzung als jemals sonst seit dem 1983er Ozzy-losen 'Born Again' - 'Reunion' von 1998 mal außen vor. Weil mit Bill Ward zwar (inzwischen) (wieder einmal) niemand kann (oder will) sprang kurzerhand Rage Against The Machine- und Audioslave-Trommelvieh Brad Wilks an der Schießbude zu Hilfe, während sich Black Sabbath mit Rick Rubin im Studio trafen um einen klassischen Black Sabbath-Brocken aus den gar nicht so steifen Hüften zu rocken.
Der schwedische Produzent Hannes Norrvide alias Lust for Youth hat mit seinem dänischen Kompagnon Loke Rahbek im zweiten Anlauf über Sacred Bones Records einen aufgeräumteren Blickwinkel auf die dunkle Saat des unterkühlten No Wave-Synthiepop gefunden, die er im vergangenen Jahr auf 'Growing Seeds' ausgestreut hat. Die perfekte Aussicht entsteht dadurch allerdings nicht zwangsläufig.
Anna von Hausswolff schafft mit minimalen, repetitiven Strukturen und Folk-Song-Vocals eine wundersam eindringliche Mischung, eine erstaunliche Zeremonie – und lässt aber immer ein bisschen infantile Unbeschwertheit zu, ein schönes Album.
Wenn man sich mittlerweile einer Sache sicher sein kann, dann dass alte Helden ihre Auflösung selten konsequent durchziehen. Sechs Jahre nach dem Split und drei nach der Wiedervereinigung kommen nun auch Boysetsfire mit dem unvermeidbaren Comeback-Album aus dem Studio: einem beinahe absurd zielsicher die Trademarks der Band bearbeitenden Brocken Souveränität.
Der endgültige Durchbruch wird Small Brown Bike wohl auch in diesem Leben, im zweiten seit ihrer Reunion 2009 nicht mehr gelingen. Dabei zeigt 'Recollected' als geballter Dienst am Fan eigentlich wieder einmal ausführlich, warum das ganz anders sein sollte.
Was hat das Montrealer Projekt Majical Cloudz mit Perfumed Genius, INXS, Doldrums, Liars und Twin Peaks-Bösewicht Windom Earle gemeinsam? 'Impersonator' gibt als berührendes Electro-Pop-Album darauf Antworten, lässt aber andere Dinge offen im Raum stehen.
Im reaktionären Musikkosmos von Oberproll Liam Gallagher ist 'BE' ein geradezu progressives Werk geworden, dass sich phasenweise weiter hinaus wagt, als beinahe alles, woran der egozentrische Bandleader seit 'Be Here Now' beteiligt war. Einsortieren lässt sich das zweite Beady Eye Album natürlich trotzdem problemlos in jede stiltreue Britpop-Plattensammlung.
'Spiral Shadow' war eine Übergangsplatte: endgültig weg von den Hardcore-Wurzeln der Sludge-Macht Kylesa, hin zur Psychedelik und gar dem Pop. 3 Jahre später ist 'Ultraviolet' nun entgegen aller Erwartungen nicht das darauf folgende Ankommen, sondern ein Ausweiten der Interessen und vor allem: eine neuerliche Übergangsplatte.
Nach James Blake lichtet auch das zweite große britische (Post-)Dubstep Flagschiff von 2010 die Anker: 'Cold Spring Fault Less Youth' bringt Mount Kimbie weg von den digitalen Laptopmusik und hin zum Proberaum und gesteigerten Eingängigkeit.










