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Cave In machen weiter - und das mit erschlagender Ansage: Heavy Pendulum ist als Beginn einer neuen Zeitrechnung in der Bandgeschichte ein monumentaler, 71 minütiger Koloss mit Opus Magnum-Ansprüchen geworden.
Die über den Verlauf ihrer beispiellose Karriere stets so wandelbar gebliebenen Spoon erfinden sich fünf Jahre nach Hot Thoughts für Lucifer on the Sofa nicht abermals neu, sondern gehen für ihr zehntes Studioalbum gefühltermaßen sogar den komplett entgegengesetzten weg.
Ausgelutschter Indierock mit substanzlosen Kalenderspruch-Plattitüden: Fix Yourself, Not the World nennt die Band aus Liverpool ihr fünftes Studioalbum, kurz bevor sie ihre eigenen NFTs zu verkaufen beginnt.
Manchmal genügt ein wunderbares Artwork, um auf ein Album bisher unbekannten Ursprungs aufmerksam zu machen - in diesem Fall gelingt dies He Went to the Sea, dem märchenhaften Debütalbum von Géonne Hartman.
Chronist Crockett macht im Rahmen seiner fortlaufenden Cover-Serie unter de Lil G.L.-Bannner die menschliche Musikbox. Lil G.L. Presents: Jukebox Charley übersetzt dabei vor allem unbekannte Nummern in seinen Trademark-Sound.
Joshua Travis wird neben seinen (teils ehemaligen) Betätigungsfeldern wie u.a. Emmure, Glass Cloud, The Goddamn Rodeo, Monuments oder The Tony Danza Tapdance Extravaganza sowie einer seit zwei Jahren überbordenden Single-Riege nicht langweilig. Nun hat er mit No Rest dennoch auch noch Zeit für seine erste Solo-EP gefunden.
Eher Kaninchenloch als Labyrinth: Unter Mithilfe von Mix-Mann Arthur Rizk destillieren Haunter ihren progressiven Bastard aus Black und Death Metal, weiten ihn auf dem nimmermüden Leviathan Discarnate Ails aber gleichzeitig auch aus.
Sehr nett: Bryan Ferry wandert durch die Vergangenheit und interpretiert auf Love Letters vier klassische Romantik-Songs im gewohnt zartschmelzenden, elegant-kontemplativen Sophisti-Pop-Lounge-Outfit samt zeitloser Grandezza.
Nigel Godrich hilft Arcade Fire dabei, nach dem erschreckend blassen Everything Now die ästhetische Balance wiederzufinden und damit zurück in die Spur zu kommen. Das ist sehr erfreulich - aber leider (noch) kein Grund zur bedingungslosen Euphorie.
Ein Hardcore-Seiltanzen auf dem Nervenkostüm, je nach Verfassung aufreibend oder extatisch: Soul Glo ernten auf Diaspora Problems die Früchte, die die großartigen Kurzformate Songs to Yeet at the Sun, DisNigga Vol. 1 und DisNigga Vol. 2 säten verdientermaßen auf Albumlänge.










