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Kele Okereke ist für 'Hymns' nicht nur die halbe Stammbelegschaft abhanden gekommen, sondern weitestgehend auch das Gespür für zwingenden Melodien und treibende Songs, die Bloc Party einst auszeichneten. Insofern war es keine schlechte Entscheidung, äußerst durchwachsene Vorabsingles zu entsenden und die schlimmere davon nun auch an den Beginn eines zweifelhaften Albums zu stellen.
'Wait & See' liefert den endgültigen Beweis: Majical Cloudz haben ordentlich selektiert, welche Songs es auf ihre 2016er-Schönheit 'Are You Alone?' schaffen sollten - und welche nicht. Weil das bei diesem Prozess ausgemusterte Material aber nicht aufgrund qualitativer Gründe außen vor gelassen wurde, gibt es nun den Appendix in Form einer sehr feinen 5-Song-EP.
Mit der Vergangenheit hat er auf dem nostalgischen Comeback 'The Next Day' seinen Frieden geschlossen und damit die Freiheiten geschaffen, um sich auf 'Blackstar' ein letztes Mal neu zu erfinden - oder mehr noch, endgültig alle Grenzen zu überschreiten: Während der Welt die Genies ausgehen, zelebriert David Bowie sein finales Kunststück, wahrscheinlich sogar ein überragendes Konzeptalbum über seinen eigenen Tod.
Auch wenn sich der theoretische Mehrwert dieser Revue an sich in Grenzen halten mag, wiegen die nuancierten Feinjustierungen durchaus lohnend: Conor O'Brien nutzt einen Tag in den RAK Studios in London um vorzuführen, wie Songs aller drei Villagers-Alben mit dem einkehrenden Gestus von 'Darling Arithmetic' und der perfekt darum herum eingespielten Liveband klingen hätten können.
Während Pogo McCartney bei der Gruppe Messer vor allem durch seinen monströsen Bassgroove in Erscheinung tritt, verschwimmen die Konturen auf der Kollaborationsserie mit seinem Kumpel Raune.
Nicht verpassen! | 50 – 41 | 40 – 31 | 30 – 21 | 20 – 11 | 10 bis 01 |
40. Duke [mehr…]
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50. Ten [mehr…]
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10.
Cult [mehr…]
Es scheint fast so, als hätte der verheerende Busunfall den Blick für das wesentliche geschärft: Die personell runderneuerten Baroness destillieren auf dem gefühlten Comeback 'Purple' die Absichten des Vorgängers 'Yellow & Green', lassen sich dann aber von den gefürchteten Produzentenskills des Dave Fridman einen Gutteil der Butter vom Brot klauen.
Bei einer Rangliste von gerade einmal 50 Alben fällt natürlich zwangsläufig einiges unter den Tisch. Weil da aber eben so viele Veröffentlichungen bleiben, die zum Jahresabschluss keineswegs unerwähnt bleiben sollten, gibt es auch dieses Jahr wieder 15 (eigentlich: 16, aber was soll's) Honorable Mentions - Geheimfavoriten, faszinierende Ausnahmeerscheinungen und eben schlichtweg in ihrer Weise herausragende Alben des Jahres 2015, die man keinesfalls verpasst haben sollte.






