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Lange sieben Jahre sind seit 'Alles wieder offen' breits vergangen - doch die Wartezeit auf den Nachfolfer des 2007er-Werkes neigt sich dem Ende zu: am 07.11.2014 melden sich Blixa Bargeld und Co. mit 'Lament' zurück.
Auf Wiedersehen Vergangenheit, Hallo Zukunft. Das mögen sich Thirteen Days aus Klagenfurt in den letzten Monaten und Jahren einige Male gedacht haben: Management-Probleme, die Hälfte der Band verabschiedete sich nach und nach und wurde durch Mitglieder der steirischen Kombo Days in Paradise ersetzt. Zudem wurde dem Power-Poppunk früherer Tage zugunsten eines rockig-alternativen Sounds abgeschworen. Herausgekommen ist 'Goodbye to Yesterday', ein ambivalentes Album.
Den Entwicklungsschritt, den This Will Destroy You zwischen ihrem selbstbetitelten, nach allen Regeln der Genrekunst spielenden Debüt, und dem abgeschotteten "Doomgaze" des bisweilen regerecht hoffnungslos in sich gekehrten 'Tunnel Blanket' mutmaßlich übersprungen zu haben schienen, holt das Quartett aus Texas nun nicht nur nach - es fächert beim Zurückrudern seinen Postrock gleichzeitig abermals um Nuancen weiter auf.
"Are you a pusher/ Or are you a puller?" fragen alt-J vor perlenden Lagerfeuer-Akustikgitarren und schmiegen sich abseits des Momentums in Samthandschuhe: "I pull the weight towards me". Dabei positionieren sich die nunmehr als Trio firmierenden Mercury Prize-träger mit dem Nachfolger ihres Sensationsdebüt vor allem als Drifter, die auf 'This is All Yours' mit geschlossenen Augen durch ihre schlauen Indie-Konstruktionen schweben.
Nun auch in physischer Form erhältlich: zwei bereits im Frühling für kurze Zeit digital veröffentlichte Outtake-Brocken aus den 'Phantom Limb'-Sessions, die die rasenden Grindcorekaiser Pig Destroyer auf ihre zermürbende Slo-Mo-Seite ausgebremst zeigen.
Manuel Normal, bekannt durch seinen zweiten Platz beim FM4-Protestsongcontest 2007, liefert mit seinem mittlerweile dritten Album 'Normal is des ned' ein vielseitiges Werk ab, in dem vor allem eines im Mittelpunkt steht: der Mühlviertler-Dialekt.
Abseits all der anderen aufgefahrene Stärken ist die vielleicht größte Tugend von Bandvorstand Mike Scheidt, seinen tonnenschweren Doomgebilden in jedem Anlauf mit neuen Ansätzen zu begegnen, sein Songwriting mit variierenden Umgebungen zu konfrontieren, hungrig zu bleiben und jeder Yob-Platte neue Facetten abzuverlangen.
Im Interview Anfang Juni hat uns Sänger und Gitarrist Zock 'Burden Calls' als „die mit Abstand spannendste Platte“, die Astpai bis jetzt gemacht hat, angekündigt. Ein riskantes Versprechen, das die Erwartungen bereits im Vorfeld hoch gehalten hat. Doch er sollte Recht behalten, denn die Wiener Neustädter liefern mit ihrer mittlerweile fünften LP melodischen Punkrock vom Feinsten.
Die Beinahe-Oscar-Preisträgerin entschädigt im Alleingang für die käsigen letzten beiden Yeah Yeah Yeahs-Alben: 15 intim-romantische LoFi-Folk-Songskizzen mit gebrochenem Herzen, die ungefähr dort weitermachen, wo 'KO at Home' ungewollt ans Tageslicht gespült wurde.
The Kooks zelebrieren voller Übermut den so nötigen Neuanfang und hantieren unter der Ägide eines jungen Hip Hop-Produzenten mit Versatzstücken von Funk und Blues bis hin zum Baukasten-Soul. Die Operation mag nicht restlos glücken - der totgeglaubte Patient ist dennoch wieder am Leben.










