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Bad Religion haben einen Lauf - oder zumindest seit der Gurewitz-Heimkehr 2002 auf 'The Process of Belief' kein schwaches Album mehr aufgenommen. Trotz Werken wie 'The Empire Strikes First' oder 'The Dissent of Man' im Rückspiegel des zweiten Bandfrühlings kommt jedoch kein Druck auf - 'True North' gliedert sich ohne Mühen in die souveräne Veröffentlichungsreihe der Band ein.
“Die fetten Jahre sind vorbei!” Oder haben sie für die Dropkick Murphys gerade erst begonnen? Auf seinem achten Longplayer zelebriert das Septett über den Großteil der Laufzeit in erster Linie bierselige Gemütlichkeit und hat der Streetpunk-Kante von damals wohl endgültig entsagt.
2013 hat sein erstes Relapse-Release – trotz glimpflich verlaufenem 21.12. des vergangenen Jahres proklamieret die französische Grindcore-Institution Blockheads 'This World is Dead', und erweckt damit Erinnerungen an altgediente wie moderne Genreikonen.
Conor O'Brien schwimmt sich mit dem zweiten Album seiner Solo-Band Villagers von Erwartungshaltungen seitens der Folk-Ecke frei und scheitert mit weitestgehend grandiosen Einzelsongs in aller Schönheit daran, ein restlos überzeugendes Gesamtwerk vorzulegen.
Biffy Clyro produzieren immer noch deutlich mehr Songs, als ihre Alben beherbergen können. Daran ändert offenbar auch der bald folgende Doppelschlag aus 'The Sand at the Core of Our Bones' und 'The Land at the End of Our Toes' unter dem 'Opposites'-Banner nichts.
'Jake Bugg' ist ein Paradebeispiel dafür, dass nicht jeder Hype von der Insel derart gehaltvoll sein muss, wie er es verspricht - dabei jedoch trotzdem so richtig gut unterhalten kann. Aber nebenbei führt dieses mächtig einschlagende Debütalbum zwischen Bluesrock, Folk, Country und klassischer Singer-Songwriter-Pop-Affinität auch vor Augen, dass viele Probleme der Plattenindustrie auf stupideste Art und Weise hausgemacht sind.
Da bleckt die gesamte Gefolgschaft der Letztendlich-Doch-Nicht-Bewegung "The Wave" zurecht lüsternd die Zähne: Dass beim Zusammentreffen von Pianos Become the Teeth und Touchè Amorè nichts schiefgehen konnte, war bei einem potentiell feuchten Traum für jeden Anhänger emotionalen Screamo-Hardcores eigentlich von vornherein klar. Dass diese knapp 10 Minuten aber derart berauschend geraten würden, überrumpelt dann doch gehörig.
Es gibt einfach Tage, da verlierst du. Und dann gibt es Tage, da gewinnen die anderen. Und dagegen ist auch absolut nichts zu machen, oder? Denkste! Die Auswahl an Tätigkeiten mit Katharsiseffekt ist mannigfaltig: Körperertüchtigung, Meditation etc.
Man könnte aber auch einfach eine Hatebreed-Platte auflegen, sein Umfeld höflich bitten, Deckung aufzusuchen, und sich gemeinsam mit Vorzeigeschreihals Jamey Jasta ganz leger den Frust von der Seele schreien…
John Bramwell und seine melancholische Britpop-Kapelle wärmen auch beim sechsten Album wie gewont und geradezu selbstverständlich all jenen die geschundenen Seelen, die mit schwerem Herzen ziellos durch spärlich beleuchtete Nachtstraßen ziehen oder gleich vollends hoffnungslos am Tresen kleben geblieben sind.
Omar Rodriguez-Lopez veraschiedet sich von 2012 mit einem erschöpfenden Dreierpack. 'Unicorn Skeleton Mask' ist in diesem ähnlich - aber natürlich absolut relativ gesehen - zugänglich wie 'Equinox', dazu vielleicht sogar die logische Fortsetzung des simultan veröffentlichten, tanzbaren Rockexperiments.










