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Passt doch wie die Faust aufs Auge! Unser Magazin hört auf den klingenden Namen Heavy Pop, das Kärntner-Salzburger Konglomerat Solarjet lässt sich mehr oder minder in diese Kategorie einordnen: ein wenig zu glatt für den Underground, aber auch zu beseelt für den absoluten Mainstream. Moment mal! Beseelt?! Stimmt, da war doch noch was…
Als hätten Dinosaur Jr. J Mascis' Gitarrenwahnsinn gezähmt und dafür die kollektive Hemmungslosigkeit im Verbund mit Sonic Youth, Steve Albini und Swans entdeckt; Indie-, Math- und Noise-Rock in scharfkantige Dischord-Proberäume geschliffen, permanent beschallt durch frühe Blackmail-Platten und die Scheuklappen vorsichtshalber gleich weggeschmissen. Dass da trotzdem zehn ganz schön feiste Ohrwürmer mit berauschendem Mut zur Hässlichkeit auf die Rabaukentour durch die Nacht geschickt werden, muss man bei all der Widerspenstigkeit nicht gleich erkennen.
Darf man die These aufstellen: Nicht bei Jason Mraz, nicht bei Eddie Vedder und eigentlich auch nirgendwo sonst ist die in den letzten Jahren zum ultimativen Gimmick über die Folkwelt hinaus aufgestiegene Ukulele ein derartig wütendes Feedback-Monstrum wie bei Waikiki Star Destroyer.
Die erste Assoziation zum Bandnamen Ants! (auf das ! wird grosser Wert gelegt) sind zumeist soziale, staatenbildende Insekten, die wohl jeder schon einmal in der Küche hatte. In Graz hingegen denkt man jedoch beim Namen Ants! an schnellen Hardcore mit dicker Punk Schlagseite ala Chokin Victim. Also jene Art Lebewesen die jeder gerne in seiner Küche haben würde.
"Als Kugelblitz bezeichnet man eine seltene, kugelförmige Leuchterscheinung meist in der Nähe eines Gewitters. Dem von Augenzeugen widersprüchlich beschriebenen Phänomen – belastbare fotografische Belege gibt es nicht – kommen Modelle und Demonstrationsexperimente aus dem Bereich der Physik nur in Teilaspekten nahe. Erklärungsversuche schließen Sinnestäuschungen ein."
2012 war ein Jahr vieler großartiger Platten toller Bands. Einige davon haben es uns aber besonders schwer angetan – ein Grund mal nachzufragen, was gerade diese Musiker also dieses Jahr denn an Veröffentlichungen so richtig gut fanden. Diesmal mit Robenträger Ebbot Lundberg, der dieses Jahr mit 'Throw it to the Universe' die so unfehlbaren Schwedenrocker The Soundtrack of Our Lives behände zu Grabe gelassen hat.
2012 war ein Jahr vieler großartiger Platten toller Bands. Einige davon haben es uns aber besonders schwer angetan – ein Grund mal nachzufragen, was gerade diese Musiker also dieses Jahr denn an Veröffentlichungen so richtig gut fanden. Diesmal mit Joe Volk aus Bristol, der mit Crippled Black Phoenix die Abzweigung zum Classic-Rock nur noch auf '(Mankind) The Crafty Ape' mitgehen wollte, dafür aber auf seiner Split-EP mit Boris die mitunter eindringlichsten Singer-Songwriter Nummern des Jahres abgeliefert hat.
[Zur englischsprachigen Version]
Man lehnt sich wohl nicht zweit aus dem Fenster, wenn man den Sado-Maso Guitar Club als eines der Aushängeschilder des österreichischen Rock bezeichnet. Bis dahin war es für das Quientett um Matthias Krejan aber ein weiterer Weg, als es der verhältnismäßig flotte Durchbruch zwischen aufsehenserregender Namensfindung bis zum einschlagenden Debütalbum 'We Love You Too' suggeriert.
VIECH, das sind Andreas Klinger und Paul Plut. Und VIECH, das ist mal gefühlvoller, mal konsequent zupackender Elektropop mit heiserem Gesang, massenhaft Melodien in Schräglage und einem wohlüberlegten Instrumentarium von der markant in Szene gesetzten E-Gitarre über weite Synthieflächen bis zur prägenden Ziehharmonika.
Auf einem der ersten Heroes'n Ghosts Konzerte, damals noch im Rahmen der Uni- Bestzung in Graz (Unibrennt), wurde ich; aus welchen Gründen auch immer, von den Studenten an der Schank für einen Teil der Band gehalten und bekam ohne Nachfrage dauernd gratis Bier. Von dem her habe ich an die Jungs durchwegs positive Erinnerungen, allerdings nicht nur wegen diesem Missverständniss.










