The Darkness – Masters of the Universe
Queen-Gitarrist Brian May hat für den Soundtrack von Daniel Pemberton bereits zu Eternia soliert, nun steuern The Darkness den Titelsong für den anvisierten Blockbuster Masters of the Universe bei.
„When He-Man asked whether we could provide some music for his forthcoming biopic Masters of the Universe, we dusted off our trusty loincloths, assembled in the courtyard of Castle Darkness and bellowed in unison WE HAVE THE POWER! Also, Brian May was there” sagen The Darkness 46 Jahre nach Flash Gordon (respektive wenige Monate nach dem starken Dreams in Toast bzw. vor dem Erscheinen ihrer Best of Compilation Crock Of Hits) und fühlen sich als untrügliche Queen-Schüler alleine schon auf dem Papier wie die ideale Wahl als Titelsong-Lieferanten für die Mattel-Action-Helden an: Ihr mit in den 80ern steckende Hard und Glam Rock kann in seiner hingebungsvoll cheesy all in gehenden Ästhetik die hierfür geforderte catchy Schmissigkeit und epische Geste an sich auch heute, lange nach den Heydays der Band, im Idealfall immer noch generieren.
Leider gelingt dies Masters of the Universe aber nicht. Zumindest nicht ganz.
Denn die Band setzt theoretisch die richtigen Hebel an, steigt mit choralen Andeutungen ein, steht für den heavier schleppend-schunkelnden Refrain heroisch am schwankenden Deck und gerade der Einstieg in die galoppierende Strophe macht wirklich Bock. Alles ist catchy und nachhaltig. Authetisch.
Doch der Hook und Melodie fehlt in letzter Konsequenz auch einfach der Killer-Instinkt, um wirklich ikonisch aufzugehen. Und wenn der Song hinten raus Schwung nimmt, um zu einem heroischen Ritt zu werden, drehen The Darkness zudem ohne extatischen Klimax den Schwanz einziehend ab, lassen das plötzlich zügellos scheinende Momentum einfach verpuffen und schließen den Rahmen zum Einstieg, anstatt ein spektakuläres Finale von der Leine zu lassen.
Kurzum: Masters of the Universe ist ein (mit Fanbrille[n] sehr) guter The Darkness-Banger (der durch seine Lords of Power-Referenz auch gerade noch ein Aufrunden der Bewertung verdient), aber so ganz ohne Magie nicht die überwältigende Machtdemonstration, die die Thematik subjektiv verlangt hätte.


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