Unrecognizable – Black Mass

von am 5. Juli 2026 in Album

Unrecognizable – Black Mass

Unrecognizable haben sich erst im vergangenen Jahr mit den beiden EPs Designer Execution und Lavish Lacerations vorgestellt, da haben sie jetzt auch schon ihr Debütalbum Black Mass fertig.

Dass es bei der ihren Namen nicht zu Unrecht tragenden Band aus Houston, Texas derart rasch geht, dürfte sicher auch damit zu tun haben, dass ihr slammender Brutal Death Metal mit seinen Core-Tendenzen und allgegenwärtigen Beatdown-Attacken gefühlt direkt vom Fließband kommt: Black Mass wirkt über weite Strecken wie ein austauschbares Schaulaufen von Genre-Klischees, das mit seiner komprimierten Produktion entlang allgegenwärtiger Bass Drops wenig von all den fettest bolzenden Blast-Tiraden, dicht stehenden Baukasten-Riffs und guttural röchelnden Vocals hängen lässt.

Immer noch mit einer Sunami’esken Gangster-Attitüde ausgestattet (in Fiberglass Airbag schaut deswegen ein kurzes Hip Hop-Exkurs vorbei und Falsehoods ist gleich ein auf somnambule Beats gebautes Interlude) verschwimmen 16 praktisch dauerstressende Minuten mutwillig gleichförmig, so dass zwar selbst die geladenen Gäste nur eine überschaubare Varianz in das Geschehen bringen, das Spektrum aber dennoch leicht erweitern: Devin Swank (Sanguisugabogg) in der röchelnd schleppenden Heaviness von Shell-Shocked Barista; Corey Borger von Truckstop Dickpill bringt Ricin Botox den catchy Singalong einer fast poppigen Melodie bei, als würden Slipknot einen auf Deathcore machen; Jaden Pruitt (Squelching OK) skandiert kurz in Flesh Mattress; und mit Triston Cheshire (Potato) schunkelt in Collared, Clamped, and Castrated der Groove.

Drumherum suhlt sich Black Mass in Standards. Destilliert und effektiv. Asphyxiated addiert besonders viele Pig Squeals in die Staffage aus Produktions- und Genre-Plattitüden, Aggravated Decapitation ist mit sampelndem Sidestep kompositorisch ein einziger Clusterfuck und Sadistic Severance Package lässt die Vocals waterboarden und  könnte sogar eine Drummachine auf Dauerfeuer schalten. Konsequent, das muss man schon sagen!
Spätestens wenn Intracranial Omophagia als stoisches Stakkato die Trends der Szene so absurd wie möglich überzeichnet, grenzt das schon beinahe an die (als Bonus Track deklarierte) Selbstparodie. Aber eine, die schon im Gym ordentlich anpeitschend Bock macht und im Pit sicher erst recht abgeht wie Schmidts Katze.

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