Oliver
Die vielleicht bestmögliche Kopie der ursprünglichen Tugenden von Alcest zu liefern, ist weitestgehend als Kompliment zu verstehen: Kathrine Elizabeth Shepard zaubert mit Nova das vierte Sylvaine-Album an den Himmel jenseits des Blackgaze.
Eklektisch und grundsolide, doch der herausragende Funke fehlt zumeint: Blushing spielen ihren showgazenden Dreampop auf Possessions mit viel Elan und kaum Originalität aus den 90ern kopiert.
Komplex aus dem Handgelenk geschüttelter Folk zwischen Prog-, Chamber- und Avantgarde-Verortung: Neun Jahre nach der wunderbaren EP Silent Hour / Golden Mile (und immerhin vier nach der Standalone Single Deerslayer sowie fünf nach dem letzten Grizzly Bear-Lebenszeichen) hat Daniel Rossen endlich sein Debütalbum You Belong There fertiggestellt.
Nachdem Black Heaven 2018 ein Paradigmenwechsel für Earthless zu sein schien, kehren Isaiah Mitchell (guitar), Mike Eginton (bass) und Mario Rubalcaba (drums) mit Night Parade Of One Hundred Demons doch wieder zu ihren Wurzeln zurück.
Crowbar zelebrieren Crowbar-Musik: Zero and Below bietet als das erste Album der Band seit sechs Jahren so grundsolide wie überraschungsarme Standards, im besten Sinne die Erwartungshaltung und hohen Ansprüche stemmend.
The Vaccines geben keine Möglichkeit, das letztjährige Doppel aus der herrlich kruden Cosy Karaoke, Vol. 1-EP sowie dem bisherigen Karrieretiefpunkt Back in Love City zu verdauen: das aufdringliche Planet of Youth unterschreitet Geschmacks- und Qualitätsgrenzen mit schockierend selbstverständlichem Anlauf.
Weil sich an dieser Stelle trotz allem 2021 keine Besprechung der Platte ausging, ist Room at the Top ist freilich auch eine Steilvorlage, um doch noch darauf hinzuweisen, dass New Fragility im vergangenen Jahr das konsistenteste und stärkste Clap Your Hands Say Yeah-Album seit langer Zeit war.
Seit dem guten, aber auch enttäuschenden - und letztendlich rasch vergessenen - Desaparecidos-Zweitwerk Payola sind auch schon wieder sieben Jahre vergangen. Die aufgezeichnete Album-Release-Show vom DIY-Club Shea Stadium in Brooklyn beweist allerdings, dass das Material an sich durchaus genug Substanz hat, um zwischen den Klassikern des überragenden Debüts Spaß zu machen.
Neun Jahre nach seinem Debütalbum Outrun (und auch schon zwölf nach dem unsterblichen One-Über-Hit-Wonder-Nightcall) ringt sich Vincent Pierre Claude Belorgey alias Kavinsky mit Reborn doch noch ein zweites Album ab.
Nach dem grottigen Boarding House Reach beinahe ein Grund, um in Euphorie auszubrechen: die Formkurve der durchwachsenen Solokarriere von Jack White zeigt mit Fear of the Dawn erstmals nach oben!










