Oliver
Nach dem Geschrei um ihr Major Debüt 'Infinity Arms' besinnen sich Band of Horses auf ihr harmonisches Songwriting in unaufgeregten Songs, brav abgeschliffen und konsumfertig aufbereitet. Die Magie ihrer ersten beiden Alben scheinen sie unwiederbringlich auf Sub Pop zurückgelassen zu haben.
New Orleans anstelle von Tuscon sollte es diesmal sein. Das vielleicht einzig überraschende an der siebten Platte von Joey Burns und John Convertino ist die Erkenntnis, dass Calexico-Alben immer ausschließlich nach Calexico-Alben klingen, ganz egal, wo sie letztendlich geboren werden.
Diese Woche u.a. mit Konzerten von No Means No, Circle Creek und Dead Elvis & His One Man Grave.
Im dritten Anlauf seit der Reunion 2005 samt zwei ihrer stärksten Alben überhaupt im unmittelbaren Rückspiegel müssen Dinosaur Jr. längst niemandem mehr etwas beweisen. 'I Bet On Sky' kann es sich deswegen leisten, sich erst einmal gemütlich zurückzulehnen - und danach annähernd abwechslungsreiches durch ihren Trademark-Sound in Richtung neuerliches Discography-Highlight zu treiben.
An der nach 'Strange Man / Long Progression' bisher zweiten der insgesamt angedachten neun Singles mit unveröffentlichten 'I'm With You-' Songs lassen sich in erster Linie zwei Dinge ablesen:
Zwei Jahre nach 'Tourist History' für viele wahrscheinlich nur interessant: können die Iren die imposante Singleschau ihres Debüts wiederholen oder verlieren sie sich wie so viele Kollegen als Eintagsfliegen in der Indiepoprock-Bedeutungslosigkeit?
Tobias Heiland alias Ghost of a Chance unterstreicht noch einmal, dass man nur wegen einer Hardcore-Vvergangenheit und Punkrocksozialisierung nicht zwangsläufig wie all die kehligen Troubadoure um Brian Fallon, Chuck Ragan und Co. klingen muss.
Das Radiohead-Allroundgenie und Jonny Greenwood und Regie-Ausnahmekönner Paul Thomas Anderson machen nach der Zusammenarbeit bei dessen 2007er Meisterwerk 'There Will Be Blood' erneut gemeinsame Sache.









