Album
Improvisierte Songskizzen, über weite Strecken verträumt instrumental gehalten: Auf The Dream Of Delphi reflektiert Mutter Natasha Khan „the journey of motherhood through the pandemic“.
Die Feierlichkeiten rund um seinen 90er hat Willie Nelson ebenso abgehakt wie ein Duett mit Kermit, dem Frosch. Nun kann es endlich mit Album Nummer 75 weitergehen: The Border wirkt dabei ein wenig wie eine Fortsetzung von A Beautiful Time an.
Shoegaze, vom harten Leben weichgekocht: Hinter der Metapher Frog in Boiling Water haben DIIV dem fünf Jahre alten Vorgänger Deceiver ein kontemplativer mit sich selbst im Reinen seiendes Geschwisterchen geschenkt.
Auch ohne den tollen Überraschungseffekt einer Guerilla-Veröffentlichung (und passenderweise nur kurz nach dem Quasi-Solodebüt von Beth Gibbons) hätten Geoff Barrow, Billy Fuller und Will Young mit >>>> das bisher beste Beak>-Album auf die Welt losgelassen.
Ein Mehr an Hardcore- und Punk-Attitüde samt kompakterem Songwriting als Nabelschau für NOLA. Oder: Thou bleiben mit Umbilical auf eine andere Art als bisher die beste Sludge-Band der Welt.
Nestor haben mit ihrem 2021er Debütalbum Kids in a Ghost Town neben The Night Flight Orchestra als schwedische Speerspitze des 80er-US AOR positioniert - und unterstreichen diese Stellung mit ihrem Zweitwerk Teenage Rebel nun relativ mühelos.
Frail Body haben die Kinderkrankheiten ihres Debütalbums A Brief Memoriam hinter sich gelassen und mit Artificial Bouquet eine über den Screamo hinauswachsende Machtdemonstration arrangiert.
Dass er zumindest vorerst keine Zeit für Volume 2 von Fat Pop fand, hat schon seinen Grund: Altmeister Paul Weller ist 66 - und musste diesen Umstand erstmal mit seinem 17. Soloalbum in aller Frische feiern.
To All Trains blick eigentlich giftig nach vorne, hat auf Metaebene aber natürlich einen sentimental-bittersüßenBeigeschmack: Das erste Shellac-Album seit zehn Jahren ist mehr noch das letzte Studioalbum des zehn Tage vor der Veröffentlichung überraschend verstorbenen Steve Albini.
Gatecreeper integrieren neue Genre-Ziele und massentauglichere Ambitionen durchaus geschickt (und aus evolutionstechnischer Hinsicht wohl eh stimmig) in das überraschend homogene große Ganze - zu einem guten Album macht das Dark Superstition aber noch lange nicht.










