Album
dEUS starten elf Jahre nach dem Schnellschuß Following Sea ihr gefühlt zweites Comeback und demonstrieren mit den kurzweiligen 56 Minuten von How To Replace it, dass manche Dinge dann doch unersetzlich bleiben.
Nach dem formidablen Time Skiffs des Animal Collective-Mutterschiffs und der tollen Panda Bear-Kollaboration Reset lässt sich Dave Portner alias Avey Tare nicht lumpen und kredenzt mit dem über die Pandemiejahre gereiften 7s kurzerhand das stärkste Soloalbum seiner Karriere.
Die ehemalige Pipettes-Sängerin Rose Elinor Dougall und Blur-Gitarrist Graham Coxon sind mittlerweile sowohl privat als auch musikalisch ein Paar: The Waeve. Nun folgt nach einem halben Duzend an Singles das Debütalbum.
Die von außen befeuerte Wut tritt in den Hintergrund, die inneren Tumulte sind aufreibend genug: Tor Maries alias Billy Nomates demonstriert auf ihrem Zweitwerk CACTI den Paradigmenwechsel - in mehrerlei Hinsicht.
Satte 17 mal gelingt Måneskin auf Rush! das durchaus eindrucksvolle Kunststück, mit ihrem trivialen Glam Rock-Generikum gleichzeitig absolut aufdringlich zu belästigen und dabei trotzdem scheißegal zu bleiben.
War Poems, We Rested: Satte sechs Jahre nach dem etwas schwammigen Debüt Ignite the Rest bündeln Kelley Deal und Mike Montgomery ihre schrulligen Indierock-Kompetenzen für ein zweites R. Ring-Album.
White Reaper spielen auf Asking for a Ride knapp eine Dekade nach der Bandgründung immer noch dem eigentlich unvermeidlichen Durchbruch mit einem unwiderstehlichen Händchen für Ohrwürmer entgegen.
Tropical Fuck Storm behaupten, mit Submersive Behaviour eine Cover EP aufgenommen zu haben, holen aber eigentlich zum Troll-Moment aus. Tatsächlich ist diese Kategorisierung samt gefälschten Hintergrundinfos nämlich höchstes die halbe Halb-Wahrheit.
Seit der Veröffentlichung des grammatikalischen Fauxpas-Debüts Melancholie der Engels vor zwei Jahren hat Raffaele Galasso vor allem weitere Spielwiesen etabliert, doch ist die Zeit nun reif um das zweite, dezidiert ambitionierte Shamael-Werk nachzulegen: Bühne frei für Il Suono di Mille Orchestre - Parte I.
Durch personelle Änderungen hat sich das Szene-Supergroup-Trio Sightless Pit für Lockstep Bloodwar zwei Jahre nach dem 2020er-Debüt Grave of a Dog gewissermaßen zwangsläufig als Gäste-Drehtür-Duo neu erfunden - das den Harsh Noise-Terror nunmehr mit der Passage in das Horrorkabinett des Hip Hop öffnet.










