Reviews
Die Musik von Earth hat immer schon wie ein Soundtrack funktioniert - nun fungiert sie im Falle von Even Hell has its Heroes auch ganz offiziell, also nicht nur vor dem geistigen Auge, als solcher.
Nachdem die Australier von Kryatjurr of Desert Ahd sich über zwei EPs in kurzer Zeit im Atmospheric Black Metal aufgewärmt haben, sind sie auch noch bereit, mit Devastating Losses of Ecological Doom im raschen Tempo ihr erstes Album vorzulegen.
WU LYF haben ihre Aktivitäten auf Bandcamp aus dem Jenseits heraus hochgefahren - auch, um Kram wie Kerzen zu verkaufen. Daneben gibt's aber zudem immer wieder interessante Demo-Compilationswie nun eben Before the Fire (Demos and Rarities 1998-2010).
Auf Endlhëdëhaj qáshmëna ëlh vim innivte, dem vierten Trhä-Album alleine im Jahr 2022, setzt Damián Antón Ojeda alias Thét Älëf den Weg der drei Vorgänger-Platten nicht nur fort, sondern überspannt den Bogen gar.
Ein spätes 2022er-Schmankerl: Knapp zwölf Monate nach dem gemeinen Ausschnitt Live in Chinatown biegen Elder Devil kurz vor dem Jahreswechsel mit der Überraschung-EP Tormentor um die crustige Grindcore-Ecke.
Billy Rymer vermisst The Dillinger Escape Plan - diesen Umstand zuzugeben bereitet ihm weiterhin keine Probleme. Dabei hat er sich mit Altered Past doch erst unlängst sein eigenes Methadonprogramm kuratiert.
Vor Writers and Fighters ist noch mitten drinnen in American Heartbreak und dem, was davor kam: Zach Bryan schießt mit dem überraschend veröffentlichten All My Homies Hate Ticketmaster (Live from Red Rocks) mit einem potentiellen Albumtitel des Jahres gegen den verhassten Konzertkarten-Giganten.
Nach der EP-Sammlung Vestige deutet die Artwork-Wahl einen veritablen Paradigmenwechsel bei Chained to the Bottom of the Ocean an, doch pflegt I Tried Catching You But You Fell Through Me weitestgehend den bandtypischen Sludge-Doom.
Für The Lockdown Sessions gilt: Musik von Roger Waters zu konsumieren bedeutet mittlerweile ja immer auch, für sich selbst eruieren zu müssen, ob man Kunst und Künstler voneinander trennen kann/will.
Nach Nebraska nimmt sich der heuer im Veröffentlichungsrausch agierende Ryan Adams das Bob Dylan-Meisterwerk Blood on the Tracks zum vollständigen Cover-Prozedere vor - trotz einer ersten Irritation ziemlich überzeugend.










