Reviews

The Kooks – Listen

The Kooks – Listen

von am 10. September 2014

The Kooks zelebrieren voller Übermut den so nötigen Neuanfang und hantieren unter der Ägide eines jungen Hip Hop-Produzenten mit Versatzstücken von Funk und Blues bis hin zum Baukasten-Soul. Die Operation mag nicht restlos glücken - der totgeglaubte Patient ist dennoch wieder am Leben.

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Death from Above 1979 – The Physical World

Death from Above 1979 – The Physical World

von am 8. September 2014

Blödes Timing: da raufen sich Sebastien Grainger und Jesse F. Keeler zehn Jahre nach 'You're a Woman, I'm a Machine' justament zu jenem Zeitpunkt für ein zweites Album zusammen, wenn alle Aufmerksamkeit auf Royal Blood als dem Bass/Drum-Duo der Stunde liegt. Viel schwerwiegender aber: nach 36 Minuten ist klarer denn je, dass Death From Above 1979 mit ihrem Debüt ohnedies bereits alles gesagt hatten.

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Inter Arma – The Cavern

Inter Arma – The Cavern

von am 7. September 2014

Auf Tour kann man schon mal auf Gedanken kommen. Die Relapse-Senkrechtstarter Inter Arma haben etwa beschlossen, zahlreiche Riff-Ideen über nahtlose 45 Minuten in allen erdenklichen Genre-Deklinationen durchzuexerzieren. Was dann absolut kein dummer Gedanke ist, sondern ein schlauchender, epischer Monolith von einem Song.

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Perfume Genius – Too Bright

Perfume Genius – Too Bright

von am 5. September 2014

Mike Hadreas ist zurück und bringt mit 'Too Bright' einen frischen Wind in die Sache. Wer eine Fortsetzung der melancholisch schönen Pianosongs erwartet hat, liegt zwar nicht gänzlich falsch, denn Perfume Genius widmet sich nach wie vor Themen wie Homophobie und Identitätswirren, allerdings wesentlich zorniger als bisher. Aber auch der Sound hat sich verändert: Das Piano muss (großteils) weichen, stattdessen lauscht man poppig-schimmernder, sowie dunkler Elektronik. Es ist eine akustische Verlagerung, die ob der Erwartungen verschrecken kann, aber durchaus auch Hörer gewinnen wird.

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Sinkane – Mean Love

Sinkane – Mean Love

von am 5. September 2014

War der Vorgänger 'Mars' noch einer der Geheimtipps 2012, wird sich 'Mean Love', das retro und modern zugleich anmutet, sicher hervortun. Sinkanes neues Werk stellt einen Mix aus Vintage-Soul par excellence und modernen experimentellen Mitteln dar. Das alles geschieht so selbstverständlich, scheint so einfach, dass man nicht anders kann als es zu bewundern.

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Earth – Primitive and Deadly

Earth – Primitive and Deadly

von am 4. September 2014

Ein Schritt zurück, zwei nach vorne: Earth entfernen sich vom Cello-schwangeren Folk-Hypnotismus der 'Angels of Darkness, Demons of Light'-Phase und heben den bedrohlich glimmernden Americana-Doom ihrer Comebackplatte 'Hex; Or Printing in the Infernal Method' mit einer Handvoll Gästen auf eine neue Ebene.

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Interpol – El Pintor

Interpol – El Pintor

von am 3. September 2014

Ein Album, das demonstrativ alle Last von den Schultern fegt, das viele dem New Yorker-Trio so wohl auch gar nicht mehr zugetraut hätten: Interpol behalten die Klangästhetik des sich selbst kasteienden (und gerne unterschätzten) Vorgängerbrockens bei, schreiben darunter aber so viele potentielle (Uptempo-)Singles wie seit 'Antics' nicht.

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Code Orange – I am King

Code Orange – I am King

von am 1. September 2014

Code Orange sind keine Kids mehr und 'I am King' selbst in Relation zum bereits gnadenlosen Vorgänger 'Love is Love // Return to Dust' eine bestialische Hackschnitzelmschine, die längst keinen Unterschied mehr daraus macht, ob sie nun durch bretternden Hardcore, fiesen Doom-Noise oder dickflüssigem Groove-Metal ihre Schneise der Verwüstung zieht.

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Pallbearer – Foundations of Burden

Pallbearer – Foundations of Burden

von am 29. August 2014

Bereits jetzt lässt sich sagen: 2014 wird als gelungenes Jahr in die Annalen des Doom eingehen. Dafür sorgen alleine The Wounded Kings, Conan oder die ohnedies unfehlbaren YOB. Dass die Genrekrone Little Rock, Arkansas allerdings überhaupt erst verlassen wird bleibt zu bezweifeln. Denn die vermeintliche Bürde ihres überragenden Debüt-Geniestreichs schultern Pallbearer kurzerhand mit einem beinahe ebenbürdigen Nachfoger.

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Die Sterne – Flucht in die Flucht

Die Sterne – Flucht in die Flucht

von am 28. August 2014

'Flucht in die Flucht'  ist bereits das zehnte Studioalbum der Hamburger um Frank Spilker - dabei aber so frisch wie ein Debüt. Auf die Discoscheibe '24/7' folgt der Ausritt in die Psychedelicabteilung.

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