Lana Del Rey – First Light
Endlich doch ein Bond Theme von Lana Del Rey: Die Videogames-Chanteuse steuert den Titelsong für IO Interactives kommendes Action-Spiel 007 First Light bei.
Ob der Schmerz über die Verschmähung von 24 bei Lizzy Grant nun gemildert wurde, bleibt vorerst offen. Fest steht allerdings, dass das vom angestammten Bond-Zulieferer David Arnold mitgeschriebene First Light subjektiv ein vergleichsweise enttäuschendes Trostpflaster darstellt, hören wir Del Rey hier doch gefühltermaßen nur im Autopilot für eine solide maßgeschneiderte Auftragsarbeit.
Als hätten Arnold und sie exakt ihre jeweiligen Schnittmenge mit dem Franchise abgestimmt, legt sich First Light mit pompösen Streichern, Bläsern und Rock Gitarren in den dramatisch gestikulierenden Refrain. Kompositorisch generisch all in gehend in den Cinematic-Modus, will die Nummer, ähnlich wie Dave Steward und Joss Stone es zuvor auf der Videospielebene bereits taten, die Tradition von Theme-Beiträgen wie jenen von Chris Cornell oder Adele zusammengebracht fortsetzen.
Was eh gut funktioniert, nur eben auch einen jedwede Gänsehaut außen vorlassende, formelhaft kalkulierte Wirkungsweise als seltsam unaufregendes Spektakel hat. Bond-Routine quasi. Und damit nicht so superb wie andere Lana-Songs, die diese Rolle in der Vergangenheit übernehmen hätten können. Oder reguläre Film-Vertreter jüngerer Vergangenheit wie No Time to Die. Geschweige denn Spectre.


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