Lime Crush – Lime Crush

von am 24. Januar 2015 in EP

Lime Crush – Lime Crush

Die Limette zeichnet sich durch ihre intensive, würzigere Note gegenüber der Zitrone aus. Das meint Wikipedia über Limetten. Die Band Lime Crush könnte genau das sein: Punk Rock mit Säure und Biss.

Ein kurzes, aber schön temporeiches Werk legen die aus Wien stammenden Lime Crush vor. Drei Stücke aus der Art School Punk und Riot Gesang Ecke, mehrstimmig, mit vielen „oh yeahs“ gewürzt. Die auf Fettkakao veröffentlichte EP besticht durch 60s Garagen-Charme. Die vier Menschen von Lime Crush spielen auch in anderen Formationen, Plaided, Aivery, Mopedrock und Tirana, sie sind also keine Unbekannten im Geräusch-Zirkus.
Der erste Song der Platte heißt ‚Graveyard‘, da treffen die Ramones auf die Cramps und gehen am Friedhof spazieren und sagen sich gegenseitig „You’re so sweet„. Der zweite Song ‚Baby könnte ein zeitgenössisches Liebeslied der rotzigeren Shangri-Las sein. Das dritte Stück ‚Honk Tonk‘ ist ein Ping Pong der Gefühle, da werden in Windeseile Knie und Stirnen berührt. Ja, Tempo und knackige Frische machen Lime Crush zu einer hörenswerten Band. „100 % wanker-free punk rock guaranteed„, meint die Wiener Burleske Grande Dame Denice Bourbon über Lime Crush und das ist wahr.

Neben dem auditiven Aspekt der ultrakurzen Nummern – alle drei gehen nicht über 2 Minutenlänge ­– ist das Cover der EP interessant. Gestaltet wurde es von der Malerin Heti Prack und es zeigt eine Krankenhausszene, einen Menschen in einer Trage, der von vielleicht Krankenschwestern getragen wird. Präsentiert wird die Platte neben dem schon vergangenen Konzert in der Akademie der Bildenden Künste Wien diese Woche, ein zweites Mal am 6. Februar im Wiener Rhiz.

Vinyl EP / Download via Bandcamp | Vinyl EP via Fettkakao

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