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Mark Engles hat mit Black Map die Lust am puren Rock wiedergefunden - das hört man '...And We Explode' zu jeder Sekunde an: die Riffs knallen, der Groove sitzt passgenau, der Bombast ist theoretisch stets in Reichweite.
"Die Formel 'Gitarre, Bass, Schalgzeug und Gesang' berührt mich persönlich momentan nicht" resümierte Mark Engles rund um die Veröffentlichung von 'Chuckles ans Mr. Squeezy' vor mittlerweile drei Jahren. Mittlerweile hat der Dredg-Gitarrist ganz offenbar genau darauf allerdings wieder Lust bekommen - wenn auch nicht mit Dredg. Gemeinsam mit Trophy Fire-Bassist/Sänger Ben Flanagan und Far-Drummer Chris Robyn taucht er stattdessen im Allstar-Gespann tief in den Alternative-Rock der 90er ein.
Weil der Schmerz über das (einstweilige?) Ende von The Walkmen immer noch tief sitzt verabreicht deren Frontmann Hamilton Leithauser kurzerhand selbst das ideale Trostpflaster indem er sich mit (sicht- und vor allem) hörbarer Freude entlang der Möglichkeiten austobt, die sich ohne Bandkorsett ergeben.
Ein unveröffentlichtes Album aus der gemeinhin schwächsten Phase des Man in Black, knappe 10 Jahre nach dem Tod des Man in Black ausgegraben. Skepsis durfte da die Vorfreude durchaus überschatten - 'Out Among the Stars' nun umso überraschender mit seinen Qualitäten aufzeigen kann.
Eigentlich wollten sich Crippled Black Phoenix für ihr viertes Album von einer einfacheren Seite präsentieren - am Ende ist es doch wieder ein überlanges Konzeptwerk zwischen langweilend rockender dunkler Seite und einer ansprechenden bis gar großartigen, balladesken helleren Seite geworden. Was dazwischen aber endgültig verloren gegangen ist, ist die Magie der alten Tage.
Vorschnell werden Woods of Desolation mit ihrem dritten Album im Jahr nach dem triumphalen 'Sunbather' wohl als erste Generation der Epigonen in der "Post-Deafheaven-Metal-Welt" verankert werden, dabei ist der Sachverhalt wenn überhaupt mutmaßlich wohl genau entgegengesetzt einzuordnen. So oder so: mit 'As the Stars' hat der Black Metal 2014 sein erstes Highlight serviert bekommen.
Post-Hardcore, Screamo, Metalcore, Pop, Prog-Rock, Emo und Michael Jackson - Letlive. bedienen sich wo sie wollen, nehmen die meisten Zutaten der vorangegangenen (je nach Zählweise) drei Studioalben, verdichten und potenzieren sie: 'The Blackest Beautiful' ist der Brocken geworden, der den Hype nach 'Fake History' auf nicht ganz unprätentiöse Art und Weise doch bestätigt.
Von wegen Relevanz, Krankheit und Senilität: Black Sabbath sind 18 Jahre nach dem letzten Studioalbum näher dran an der Originalbesetzung als jemals sonst seit dem 1983er Ozzy-losen 'Born Again' - 'Reunion' von 1998 mal außen vor. Weil mit Bill Ward zwar (inzwischen) (wieder einmal) niemand kann (oder will) sprang kurzerhand Rage Against The Machine- und Audioslave-Trommelvieh Brad Wilks an der Schießbude zu Hilfe, während sich Black Sabbath mit Rick Rubin im Studio trafen um einen klassischen Black Sabbath-Brocken aus den gar nicht so steifen Hüften zu rocken.
Der bestens aufgelegte Black Rebel Motorcycle Club bleibt live trotz des logischen Fokus auf dem aktuellen, strauchelnden siebenten Studioalbum sowie einer leicht zerfahrenen Setlist in suboptimaler Umgebung grundsätzlich eine sichere Bank in Sachen Rock'n'Roll-Exzessivität.
Der Rahmen aus intensiven Start und überragendem Finale hievt das siebte Black Rebel Motorcycle Club-Album locker darüber hinweg, das erste schwache Werk der Lederjacken-Gang zu sein. Die Stagnation zwischen alter Stärke und einer bisher ungekannten Inspirationslosigkeit geht auf der Berg-und-Talfahrt 'Spector at The Feast' dennoch ein wenig auf den Magen.









![Black Rebel Motorcycle Club, Transfer [04.04.2013 Gasometer, Wien] Black Rebel Motorcycle Club, Transfer [04.04.2013 Gasometer, Wien]](https://i0.wp.com/www.heavypop.at/wp-content/uploads/2013/04/BRMC-Live-1.jpg?resize=205%2C205&ssl=1)
