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Mit der Unterstützung von The Haxan Cloak und Senkrechtstarter Arca findet Björk durch die Trümmer ihrer Langzeitbeziehung zurück aus den verkopften Umlaufbahnen der letzten Studioalben. Endlich funktioniert ein Album der Isländerin auch wieder auf emotionaler Ebene.
California X haben bei der Auswahl des Plattencovers durchaus selbstreflektierende Analytik unter Beweis gestellt: anstatt hemmungslose J. Mascis-Gitarren vor die sengende Sommersonne zu halten, fiebern die Kalifornier nun gemäßigteren, dunkleren Nächten entgegen. Vor allem aber zeigt das Zweitwerk eine Band auf der Durchreise: das Licht am Ende der Strecke ist zwar in Sichtweite, auf 'Nights in the Dark' allerdings auch noch nicht erreicht.
Seit dem 2011 veröffentlichten 'The King Is Dead', das es bis zur Spitze der US-Billboard-Charts schaffte, sind ein paar Jährchen vergangen. Untätig war die Truppe rund um den schrulligen Colin Meloy aus Portland, Oregon in der Zwischenzeit keineswegs. Neben zahlreichen anderweitigen Projekten und Auftritten haben sie mit 'What A Terrible World, What A Beautiful World' ein introvertiertes wie stellenweise auch politisches Album im, für die Band typischen, folkigen Indierock-Stil veröffentlicht.
Dass sechs Jahre zwischen zwei The Notwist-Alben verstreichen können weiß man mittlerweile; dass jede einzelne Sekunde davon die Wartezeit auch wert ist ebenfalls. Denn dies führt auch 'Close to the Glass' vor, indem es nicht nur zu einem Paradebeispiel für alle Stärken der Weilheimer gerät, sondern auch zum bisher abwechslungsreichsten und vielschichtigsten Werk der Band. Davon lässt es sich nicht nur problemlos auch über die nächsten sechs Jahre hinaus anstandslos zehren - The Notwist bleiben bis auf weiteres sogar ohnedies präsent: die bereits unlängst in limitierter Auflage veröffentlichte Nebenschauplatz-Sammlung '[amazon_link id="B00QG15R6Y" target="_blank" ]The Messier Objects[/amazon_link]' kommt demnächst regulär in den Handel, dazu begeben sich die Deutschen wieder auf ausgiebige Tour (samt Graz-Gastspiel am 25. März 2015) - und Markus Acher erzählt am vorletzten Tag des Heavy Pop Adventskalender, welche Veröffentlichungen der letzten Monate er empfiehlt.
At the end of this thriumphal past year in doom, a two-piece from California stands out from the heap of excellent releases in the genre – with their debut of all things. And the 46 minues served don’t only work as a first demonstration of talent for Keeper, even in this early state the band succeeds in articulating their hate and disgust for the world between perfectly formed crust and noise-innuendos. Jacob Lee and Penny Keats play this nihilistic mixture from close to scratch, and instantly positioned themselves as one of the most unapologetic current genre bands.
Ausgerechnet ein Duo aus dem sonnigen Kalifornien sticht am Ende des Doom-Triumphjahres 2014 aus der Masse der exzellenten Genre-Veröffentlichungen hervor - und das auch noch mit seiner ersten (Demo?!)Veröffentlichung. Die aufgefahrenen 46 Minuten von 'MMXIV' funktionieren dabei keineswegs nur als eine erste Talentprobe, sondern viel eher artikulieren Keeper bereits in diesem frühen Stadium formvollendeten Sludge-Hass, gegossen in zähflüssigen Gift und Galle spuckenden Weltekel, der sich an der Kreuzung von angepissten Crust und verendenden Noiseausflüssen in purer Misanthropie suhlt. Jacob Lee und Penny Keats speien dieses nihilistisches Gebräu praktisch aus dem Nichts kommend, haben sich mit unerbittlicher Konsequenz aber regelrecht aus dem Stand heraus als eine der aktuell kompromisslosen Genreband etabliert. Was in einem Jahrgang wie diesem natürlich zusätzlich adelt.
Wenn's läuft, dann läufts: nach dem starken siebenten Studioalbum 'Das ist Rock ‘n’ Roll‘ bekommen Christoph & Lollo nun den Salzburger Stier 2015 verliehen.
Botanist Roberto Martinelli ist mittlerweile auf The Flenser angekommen, wahrt aber auf dem an Außenseiter-Veröffentlichungen reichen Kalifornischen Label nicht nur seine eigenwillige Ausnahmestellung als unverwechselbarer Fakelträger des originären Hackbrett-Black Metal, sondern verfeinert sein Schaffen sogar abermals zunehmend.
Laut, lauter, Swans: mit welch erschütternden Intensität Michael Gira und seine Band die Arena zum Beben bringen, ist außerkörperlicher Trip und physische Grenzerfahrung gleichermaßen. Dass Pharmakon davor bereits ein spezielles Irrsinnsspektakel der Extraklasse abzieht, gerät da beinahe in den Hintergrund.
Jus Osborn und Co. haben natürlich keinen Grund dafür, ihren heavy dahinkriechenden Ursuppen-Trademark-Doom großartig zu überdenken, aber dennoch begriffen, an welchen Stellen sie ihn mit anders gewichteten Zutaten neu anrühren müssen, um die Sackgassenmomente von 'Black Masses' niederzuringen.








![Swans, Pharmakon [17.10.2014: Arena, Wien] Swans, Pharmakon [17.10.2014: Arena, Wien]](https://i0.wp.com/www.heavypop.at/wp-content/uploads/2014/10/Swans-Live-2-e1413643291977.jpg?resize=205%2C205&ssl=1)
